Im Berichtsjahr 2024 entwarfen wir unseren ersten Übergangsplan für den Klimaschutz, den wir 2025 weiter ausarbeiten werden. Er zeigt, wie wir zur Eindämmung des Klimawandels beitragen und unsere eigenen Klimaziele erreichen wollen. Damit unterstreichen wir unser Engagement für das Pariser Klimaschutzabkommen. Der Übergangsplan konzentriert sich im Einklang mit unserer Klimastrategie auf unsere größten Dekarbonisierungshebel wie die Reduzierung von Prozessemissionen, die Verbesserung der Energieeffizienz und die erhebliche Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien. Ferner aktualisierten wir unsere Analyse bezüglich unserer Klimarisiken und -chancen, um ein umfassendes Verständnis der bevorstehenden Herausforderungen zu erhalten. Durch die laufende Integration unseres Übergangsplans in unsere Unternehmensstrategie wollen wir aktiv das globale Bestreben unterstützen, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen.
Unsere wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Klimawandel (E1 SBM-3)
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wir Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Klimawandel. Unsere Angaben konzentrieren sich auf die folgenden wesentlichen Auswirkungen:
Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz |
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Kennung |
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E1-NI-01 |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen |
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Tatsächliche negative Auswirkung |
Zeithorizont |
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Nicht zutreffend |
Wertschöpfungsstufe |
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Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
Beschreibung |
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Die unternehmensspezifischen THG-Emissionen aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit (Scope 1 und 2) tragen zur globalen Umweltverschmutzung bei. Die THG-Emissionen, die mit unseren eingekauften Waren und Dienstleistungen verbunden sind (Teil von Scope 3), stellen den größten Anteil an unserem gesamten CO2-Fußabdruck dar. |
Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz; Energie |
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---|---|---|
Kennung |
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E1-NI-02 |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen |
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Tatsächliche negative Auswirkung |
Zeithorizont |
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Nicht zutreffend |
Wertschöpfungsstufe |
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Eigenes Geschäft |
Beschreibung |
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Im Rahmen unserer eigenen Geschäftstätigkeit betreiben wir an vielen unserer Produktionsstandorte Kläranlagen. Die Aktivitäten im Bereich Abwasserentsorgung und -dienstleistungen erfordern einen erheblichen Energieeinsatz und setzen dadurch THG-Emissionen für die Entnahme, Beförderung, Behandlung und Verteilung oder Ableitung von Trinkwasser und Abwasser frei. |
Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz; Energie |
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Kennung |
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E1-NI-03 |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen |
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Tatsächliche negative Auswirkung |
Zeithorizont |
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Nicht zutreffend |
Wertschöpfungsstufe |
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Vorgelagert; Nachgelagert |
Beschreibung |
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Im Unternehmensbereich Healthcare nutzen wir Luftfrachtdienste in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette. Darüber hinaus ist die Luftfracht für alle drei Unternehmensbereiche in der nachgelagerten Wertschöpfungskette von Bedeutung. Unternehmen in der Luftfracht- und Logistikbranche verursachen direkte THG-Emissionen, die zum Klimawandel beitragen. |
Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz |
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Kennung |
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E1-NI-04 |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen |
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Tatsächliche negative Auswirkung |
Zeithorizont |
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Nicht zutreffend |
Wertschöpfungsstufe |
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Vorgelagert; Nachgelagert |
Beschreibung |
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Wir nutzen Straßengüterverkehrsdienste in der vor- und nachgelagerten Transportlogistik. Im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern wirkt sich der Straßengüterverkehr durch seine Emissionen von Schwefeloxiden (SOx), Stickoxiden (NOx) und Feinstaub (PM) lokal stärker negativ auf die Luftqualität aus. |
Anpassung an den Klimawandel; Klimaschutz; Energie |
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Kennung |
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E1-NI-05 |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen |
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Tatsächliche negative Auswirkung |
Zeithorizont |
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Nicht zutreffend |
Wertschöpfungsstufe |
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Eigenes Geschäft |
Beschreibung |
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Die in unserer Produktion entstehenden Abfälle sind oft giftig, bioaktiv oder gefährlich und müssen speziell entsorgt werden, zum Beispiel durch Verbrennung. Diese Art der Entsorgung erfordert einen hohen Energieaufwand. |
Energie |
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Kennung |
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E1-NI-06 |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen |
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Tatsächliche negative Auswirkung |
Zeithorizont |
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Nicht zutreffend |
Wertschöpfungsstufe |
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Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
Beschreibung |
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Unsere Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics sind Teil der produzierenden Industrie. Für unsere eigene Produktion benötigen wir Energie. Der größte Teil unseres Energiebedarfs wird durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, zum Beispiel Erdgas, gedeckt, gefolgt vom Verbrauch von Strom (Netzmix). Darüber hinaus sind wir in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette indirekt von verschiedenen energieintensiven Industrien und Aktivitäten abhängig, zum Beispiel von Transport- und Bergbauaktivitäten sowie von der Herstellung verschiedenster Produkte. Die Geschäftstätigkeit in diesen Branchen ist in hohen Maßen auf fossile Brennstoffe angewiesen. In unserer nachgelagerten Wertschöpfungskette sind wir ebenfalls auf energieintensive Geschäftsaktivitäten angewiesen, wie Transport, Lagerhaltung, Abfall- und Versorgungswirtschaft sowie Verkauf und Vertrieb. Die vorherrschende Energieform für diese Aktivitäten ist ebenfalls fossilen Ursprungs. |
Anpassung an den Klimawandel |
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Kennung |
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E1-R-01 |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen |
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Risiko |
Zeithorizont |
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Langfristig |
Wertschöpfungsstufe |
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Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
Beschreibung |
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Physische Risiken: Als Unternehmen mit weltweiten Produktionsstätten sind wir Risiken möglicher Schäden im Bereich Personal, Waren und Reputation ausgesetzt. Dazu gehören physische Risiken, die sich aus der Exposition gegenüber folgenden Faktoren ergeben: Niederschlag, Wind, Dürren, Gewitter, Hitze, Waldbrände, Kälte, Hagel, Überschwemmungen. |
Klimaschutz |
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Kennung |
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E1-R-02 |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen |
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Risiko |
Zeithorizont |
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Langfristig |
Wertschöpfungsstufe |
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Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
Beschreibung |
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Übergangsrisiken: Als global produzierendes Unternehmen sind wir potenziellen Risiken ausgesetzt, die unserem Personal, unseren Waren und unserem Ruf schaden könnten. Zu diesen Übergangsrisiken gehören höhere direkte Arbeitskosten, höhere Kosten in Verbindung mit CO2-Emissionen in der Produktion, höhere Kosten im Zusammenhang mit der Entsorgung von Sondermüll, höhere Stromkosten, höhere Kohlenstoffsteuern und Emissionshandelskosten. |
Klimaschutz |
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Kennung |
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E1-O-01 |
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen |
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Chance |
Zeithorizont |
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Langfristig |
Wertschöpfungsstufe |
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Vorgelagert; Eigenes Geschäft; Nachgelagert |
Beschreibung |
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Eine weltweit gestiegene Nachfrage im Pharmasektor aufgrund des breiteren Zugangs zu Medikamenten und pharmazeutischen Produkten kann zu höheren Einnahmen führen. |
Klimaresilienzanalyse
Die Klimaresilienzanalyse ist ein entscheidendes Instrument, um die Risiken und Chancen des Klimawandels auf unsere Geschäftstätigkeit zu identifizieren und zu bewerten. Im Berichtsjahr 2022 führten wir eine qualitative Bewertung der Klimarisiken und -vulnerabilität unserer eigenen Geschäftsaktivitäten sowie unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette durch. Basierend auf dem TCFD-Rahmenwerk ergänzten wir in den Jahr 2023 und 2024 diese ursprünglichen Ergebnisse um eine quantitative Klimaszenarioanalyse für unsere vorgelagerte Wertschöpfungskette – und unsere eigenen Geschäftsaktivitäten. Die nachgelagerte Wertschöpfungskette betrachteten wir dabei nicht. Mithilfe dieser Analyse identifizierten wir klimabezogene Risiken und Chancen für zwei potenzielle Klimapfade: einem 1,5 °C-Szenario, das mit dem Pariser Klimaabkommen übereinstimmt und einem IPCC-basierten 4,0 °C-Szenario bis 2050. Die Analyse umfasste sowohl transitorische als auch physische Risiken und Chancen, die sich auf unsere Geschäftstätigkeiten beziehen.
Klimarisiken und -chancen lassen sich definieren als potenzielle finanzielle Auswirkungen infolge des Klimawandels. Sie werden den folgenden Kategorien zugeordnet:
- Physische Risiken: Physische Risiken sind potenzielle negative Auswirkungen, die sich aus den Folgen des Klimawandels für unsere Organisation ergeben. Sie sind entweder akut (ereignisbedingt) oder chronisch (durch voranschreitende Verschiebungen der Klimamuster). Physische Risiken sind beispielsweise extreme Wetterereignisse wie Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen und Waldbrände. Unsere Analysen unterstreichen die Bedeutung einer widerstandsfähigen Infrastruktur und eines angemessenen Versicherungsschutzes, um diese Risiken zu mindern.
- Transitorische Risiken: Transitorische Risiken sind potenzielle negative Auswirkungen, die sich aus dem Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft ergeben. Dieser Prozess kann verschiedene Einschränkungen in den folgenden Unterkategorien mit sich bringen: Politik und Recht, Technologie, Markt und Reputation. Unsere Strategie zielt darauf ab, diese Risiken durch Investitionen in erneuerbare Energien, die Verbesserung der Energieeffizienz und Programme zur Dekarbonisierung von Lieferanten zu bewältigen. Darüber hinaus beziehen wir Kriterien für Treibhausgasemissionen in unsere Investitionsentscheidungen ein und verwenden einen Schattenpreis für äquivalente Kohlendioxidemissionen, um unsere strategischen Entscheidungen zu leiten.
- Chancen: Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bietet auch Chancen, wie beispielsweise potenziell höhere Einnahmen aufgrund einer steigenden Nachfrage nach bestimmten Produkten. Wir wollen diese Chancen nutzen, indem wir unsere Marktstrategien an Nachhaltigkeitstrends ausrichten und so unsere Wettbewerbsposition verbessern und unser Wachstum vorantreiben.
Unserer Klimaszenarioanalyse basiert auf einer Reihe möglicher Zukunftsszenarien, die unterschiedliche Klimaschutzmaßnahmen sowie wirtschaftliche und technologische Entwicklungen betrachten. Der Fokus der Analyse liegt auf den Zeiträumen 2030 und 2050 und orientiert sich sowohl an zentralen Meilensteinen der globalen Klimapolitik als auch an internen Nachhaltigkeitszielen. Die definierten Szenarien dienen als methodischer Rahmen zur Bewertung potenzieller Risiken und Chancen unter verschiedenen Klimabedingungen, einschließlich optimistischer und pessimistischer Szenarien. Durch ihren umfassenden Charakter bilden die Szenarien alle plausiblen Risiken und Unsicherheiten ab. Indem wir eine Vielzahl von Narrativen berücksichtigen, die unterschiedliche Klimaschutzmaßnahmen sowie technologischem Fortschritt widerspiegeln, können wir die potenziellen Auswirkungen auf unser Geschäft besser verstehen. Außerdem ermöglicht uns dieser Ansatz, regulatorische Änderungen, Marktdynamiken und die Veränderungen von Verbraucherverhaltensweisen zu analysieren und einzubeziehen. So wollen wir sicherstellen, dass wir auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet sind. Die tatsächlichen Treibhausgasemissionen und die globale Erwärmung können von den verwendeten Szenarien abweichen, da sie von den globalen Klimaschutzmaßnahmen, demografischen Trends, sozialen Faktoren und dem technologischen Fortschritt beeinflusst werden.
Unser Prozess zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen
Unser Prozess zur Identifizierung und Bewertung klimabezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen umfasste mehrere Schritte:
- Identifizierung kritischer Standorte: Zuerst wählten wir die bedeutendsten Standorte für unsere globalen Geschäftsaktivitäten aus, wobei unter anderem deren Gesamtversicherungswert berücksichtigt wurde.
- Analyse des Treibhausgasinventars: Wir nutzten unsere bestehende interne Analyse, um die Emissionen unserer gesamten Geschäftstätigkeit zu bewerten. Dies hilft uns dabei, alle relevanten Quellen unserer Treibhausgasemissionen zu verstehen.
- Identifizierung physischer Risiken: Wir führten daraufhin eine umfassende Bewertung klimabedingter physischer Risiken durch, indem wir potenzielle Gefahren wie Überschwemmungen, Hitzewellen und Stürme identifizierten. Bei der Bewertung berücksichtigten wir insbesondere das Hochemissionsklimaszenario (4,0 °C). Dabei betrachteten wir die Exposition und Sensitivität unserer Vermögenswerte und Aktivitäten gegenüber diesen Gefahren.
- Transitorische Risken und Chancen: Wir bewerteten klimabedingte transitorische Risiken und Chancen in unseren Geschäftsaktivitäten und in unserer Wertschöpfungskette, indem wir wichtige Treiber für den Übergang zu einem 1,5 °C-Klimaszenario identifiziert haben. Anschließend bewerteten wir, inwiefern unsere Aktivitäten und Finanzen diesen Variablen ausgesetzt sein könnten, und nutzten dafür Quantifizierungen der transitorischen Bruttorisiken und -chancen.
- Risikobewertung: Wir analysierten historische Daten, wissenschaftliche Studien und Expertenmeinungen, um die Wahrscheinlichkeit und die Eigenschaften potenzieller katastrophaler Ereignisse in bestimmten Bereichen zu bestimmen. Für relevante Risiken bewerteten wir die potenziellen Auswirkungen mit und ohne Maßnahmen zur Risikominderung, wobei beispielsweise strategische Investitionen in erneuerbare Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz berücksichtigt wurden.
- Expositionsanalyse: Wir identifizierten und quantifizierten die gefährdeten Vermögenswerte, die von Klimaereignissen betroffen sein könnten, wie Infrastruktur, Gebäude, Inventar und andere physische oder finanzielle Vermögenswerte.
- Vulnerabilitätsanalyse: Wir bewerteten die Vulnerabilität exponierter Vermögenswerte, um zu verstehen, wie verschiedene Arten von Vermögenswerten von möglichen Klimaereignissen betroffen sein könnten und schätzten ihre Anfälligkeit für Schäden oder Verluste ein.
- Ereignissimulation: Um mögliche Verluste abzuschätzen, simulierten wir die potenziellen Auswirkungen von Klimaereignissen, indem wir die Gefahrenmerkmale wie Intensität und Dauer mit der Vulnerabilität der Vermögenswerte kombinierten.
- Verlustschätzung: Wir berechneten die erwarteten Verluste in Bezug auf die finanziellen Auswirkungen, einschließlich Sachschäden, Geschäftsausfälle, Haftungsansprüche und anderer relevanter Faktoren.
Bewertung klimabedingter Gefahren
Wir nutzten die Climate Risk Assessment (CRA)-Methodik und -Modelle eines externen Anbieters, um sowohl physische als auch transitorische Risiken beziehungsweise Chancen über verschiedene Zeitrahmen hinweg zu quantifizieren. Für physische Risiken sind diese mit der erwarteten Lebensdauer von Vermögenswerten, strategischer Planung und Kapitalallokation verbunden. Die Identifizierung von klimabedingten Gefahren und die Bewertung der Exposition und Sensitivität basieren auf einem Hochemissionsklimaszenario und relevanten regionalen Klimaprognosen. Dieser Prozess umfasst eine detaillierte Analyse mit Hilfe von Klimamodellen, um die potenzielle Häufigkeit und Schwere von Gefahren zu bewerten. Wir bewerten systematisch die Exposition und Sensitivität unserer Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten unter Berücksichtigung geografischer, betrieblicher und zeitlicher Faktoren:
- Wahrscheinlichkeit: Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit für jedes identifizierte Risiko auf der Grundlage historischer Daten und Klimamodelle.
- Ausmaß: Bewertung des potenziellen Schweregrads jeder Gefahr und ihres Ausmaßes an Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit und Vermögenswerte.
- Dauer: Berücksichtigung der voraussichtlichen Dauer jeder Gefahr, um potenzielle langfristige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeiten zu verstehen.
- Geografische Koordinaten: Einbeziehung von Geodaten zur Analyse bestimmter Standorte unserer Geschäftstätigkeit und Lieferketten, um Schwachstellen auf der Grundlage der geografischen Exposition gegenüber klimabedingten Gefahren zu ermitteln.
Dieser analytische Ansatz bildet die Grundlage für eine systematische Bewertung, inwieweit unsere Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten diesen Gefahren ausgesetzt sein könnten. Die Analyse der physischen klimabedingten Gefahren basiert auf geografischen Koordinaten, die eine Bewertung der Vulnerabilität ermöglichen.
Identifizierung von transitorischen Risiken und Chancen
Um transitorische Risiken und Chancen innerhalb unserer Geschäftsaktivitäten und in unseren Wertschöpfungsketten zu identifizieren und zu quantifizieren haben wir folgende Prozessschritte implementiert. Wir bewerten die Eintrittswahrscheinlichkeit potenzieller transitorischer Ereignisse, analysieren das Ausmaß ihrer Auswirkungen auf unsere Vermögenswerte und Geschäftsaktivitäten und berücksichtigen die Dauer, über die sich diese Auswirkungen entwickeln können. Dieser Prozess umfasst folgende wichtige Schritte:
- Identifizierung von Treibern für die Klimatransition: Wir identifizieren potenzielle Treiber, wie etwa erhöhte Steuern auf Scope-1-Treibhausgasemissionen, den Austausch bestehender Produkte durch emissions-ärmere Optionen, verändertes Kundenverhalten und Veränderungen in den Verbraucherpräferenzen. Dabei betrachteten wir kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte.
- Bewertung: Unsere Identifizierung der Treiber und die Bewertung der Exposition werden durch eine klimabezogene Szenarioanalyse unterstützt. Wir verwenden ein Szenario, das mit dem Pariser Abkommen übereinstimmt und insbesondere darauf abzielt, den Klimawandel auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.
- Wichtige Treiber: In unserer Szenarioanalyse berücksichtigen wir mehrere kritische Treiber, die unsere Betriebe und strategische Planung beeinflussen, einschließlich (aber nicht beschränkt auf) politische Annahmen, die potenzielle Auswirkungen von regulatorischen Rahmenbedingungen und Klimapolitiken einbeziehen, die als Reaktion auf den Klimawandel entstehen könnten; ökonomische Trends, die wirtschaftliche Faktoren wie BIP-Wachstum, Veränderungen im Verbraucherverhalten, die die Marktnachfrage beeinflussen, oder Veränderungen im Energieverbrauchsverhalten hin zu erneuerbaren Energien umfassen; Energieverbrauch und -mix, die Veränderungen in den Mustern des Energieverbrauchs und dem Übergang zu erneuerbaren Energiequellen betreffen; sowie technologische Annahmen, die Fortschritte in der Technologie umfassen, die unsere Branche beeinflussen könnten, einschließlich Innovationen in der Energieeffizienz und Lösungen zur Kohlenstoffabscheidung.
Mithilfe dieser Szenarioanalyse erarbeiten wir uns ein Verständnis der potenziellen klimabezogenen Risiken und Chancen für unseren Geschäftsbetrieb. Transitorische Risiken und Chancen sind für unser Geschäft relevant, da sie sich direkt auf unsere strategische Positionierung in einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und auf unsere Reputation bei Stakeholdern auswirken, die der Nachhaltigkeit Priorität einräumen. Durch ein proaktives Management dieser Risiken können wir unseren Wettbewerbsvorteil ausbauen und Innovationen vorantreiben.
Ergebnisse
Die Klimaresilienzanalyse zeigt, dass wir gut positioniert sind, um unsere Strategie und unser Geschäftsmodell an den Klimawandel anzupassen. Wichtige Aspekte umfassen die Verwaltung der Vermögenswerte, die Verlagerung von Produkten und Dienstleistungen sowie die Demonstration von Resilienz durch die Sicherstellung eines kontinuierlichen Zugangs zu Finanzmitteln in der Zukunft. Über einen Zeithorizont bis 2050 haben wir festgestellt, dass die Auswirkungen physischer Risiken auf unsere Standorte bei einem 4 °C-Szenario begrenzt sind. Die Analyse der transitorischen Risiken lieferte wertvolle Erkenntnisse, die in unsere laufenden strategischen Planungen und Anpassungsbemühungen einfließen. Zukünftig werden wir daran arbeiten, die Klimaresilienzanalyse mit unserem Übergangsplan zu verknüpfen, um klimabezogene Themen noch stärker in unsere Entscheidungsfindung und Strategie zu integrieren.
Unser Strategieansatz
Unser strategischer Ansatz zielt darauf ab, Klimaaspekte in unser Geschäftsmodell zu integrieren. Darüber hinaus verankern wir Nachhaltigkeit in unserer Produktentwicklung und unseren Marktstrategien. Durch die Priorisierung von Innovation und nachhaltigen Praktiken wollen wir unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber klimabezogenen Risiken stärken. Gleichzeitig wollen wir Chancen, die der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bietet, nutzen. Unser Engagement für Nachhaltigkeit steht im Einklang mit globalen Klimainitiativen und fördert langfristiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.
Während unsere Klimaresilienzanalysen einen Rahmen für das Management klimabezogener Risiken bilden, erkennen wir die Unsicherheiten bei der Vorhersage zukünftiger Klimabedingungen und regulatorischer Rahmenbedingungen an. Wir arbeiten aktiv daran, unsere Anpassungsfähigkeit an diese Unsicherheiten zu verbessern, mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit der Lieferkette, Energieeffizienz und der Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks als Teil unseres ersten Übergangsplans. Darüber hinaus haben wir zwar Zeithorizonte definiert, diese aber noch nicht mit der erwarteten Lebensdauer unserer Vermögenswerte, den strategischen Planungshorizonten und den Kapitalallokationsplänen abgestimmt. Wir werden nach Möglichkeiten suchen, diese Aspekte besser in unsere langfristigen Planungs- und Entscheidungsprozesse zu integrieren. Darüber hinaus planen wir, die Genauigkeit zu erhöhen, indem wir unsere Analysen auf der Ebene der einzelnen Standorte durchführen, anstatt nahe beieinander liegende Standorte zu gruppieren.
Schließlich entwickeln wir auch künftig unsere Risikomanagementstrategie weiter, um unsere Fähigkeit zu stärken, uns an Herausforderungen und Chancen anzupassen, die sich aus dem Klimawandel ergeben. Weitere Informationen zu unseren Maßnahmen und Mitteln, die für Klimainitiativen bereitgestellt werden, finden sich unter E1-3.
Berücksichtigung klimabezogener Aspekte bei der Vergütung
Klimabezogene Aspekte sind ein integraler Bestandteil der Vergütung unserer Mitglieder der Verwaltungs- und Leitungsorgane. Insbesondere wird die Leistung der Geschäftsleitung anhand der Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bewertet, wie unter E1-4 angegeben.
Im aktuellen Berichtszeitraum ist ein Prozentsatz der erfassten Vergütung direkt mit klimabezogenen Aspekten verknüpft. Dazu gehört die fortlaufende Integration von Nachhaltigkeitszielen in den Long-Term Incentive Plan (LTIP) für Führungskräfte, einschließlich der Geschäftsleitung. Das LTIP-Ziel, das Treibhausgasemissionen einschließt, wurde im Geschäftsjahr 2022 erstmalig festgelegt und konzentriert sich auf die Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Der Bewertungszeitraum umfasst die Geschäftsjahre 2022, 2023 und 2024. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir ein neues LTIP-Ziel für den Zeitraum 2023 bis 2025 festgelegt und im Jahr 2024 haben wir ein weiteres Ziel für den Zeitraum 2024 bis 2026 festgelegt. Jedes Ziel ist auf absolute Emissionsreduzierungen ausgerichtet, wobei die Zielwerte jährlich verschärft werden. Derzeit diskutieren wir den Vorschlag für die Ziele für den Zeitraum 2025–2027. Eine mögliche Auszahlung für den ersten Bewertungszeitraum für die Geschäftsleitung erfolgt nach einer einjährigen Halteperiode im Geschäftsjahr 2026 und dann erfolgen weitere in den Folgejahren. Zu den klimabezogenen Aspekten, die in die Vergütung einfließen, gehören spezifische Ziele für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen (Scope 1 und Scope 2), die im Einklang mit unserer Verpflichtung zur Erreichung der von der Science Based Targets initiative (SBTi) genehmigten kurzfristigen 1,5 °C-Ziele für 2030 stehen. Die Geschäftsleitung ist für die Überwachung der Umsetzung der Klimaschutzziele verantwortlich. Das Merck Sustainability Board überprüft regelmäßig die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele. Dieses Gremium, das vom Chief Sustainability Officer geleitet wird, sorgt für die Abstimmung zwischen der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und den einzelnen Geschäftsstrategien und stärkt so das klimabezogene Engagement.
Die Integration klimabezogener Ziele in den Vergütungsrahmen spiegelt unser Engagement für Nachhaltigkeit sowie die Verantwortung der Geschäftsleitung bei der Erreichung unserer Klimaziele wider. Für 2024 kann die klimabezogene Vergütung der Geschäftsleitung nicht berichtet werden, da der LTIP 2022 erst 2026 ausgezahlt wird.
Unser Übergangsplan für den Klimaschutz (E1-1)
Im Berichtsjahr entwarfen wir unseren ersten Übergangsplan, den wir 2025 weiter ausarbeiten werden. Er bekräftigt unser Bekenntnis zum Klimaschutz im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Wir streben an, unsere direkten (Scope 1) und indirekten (Scope 2) Treibhausgasemissionen bis 2030 um jeweils 50 % im Vergleich zu 2020 zu verringern. Darüber hinaus haben wir uns verpflichtet, unsere indirekten Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) um 52 % pro Euro Bruttoergebnis im Vergleich zu 2020 zu senken. Bis 2030 wollen wir außerdem 80 % des eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen decken. Unsere Strategie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der die Reduzierung von Prozessemissionen, die Steigerung der Energieeffizienz in unseren Betrieben und die deutliche Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Energien umfasst. Mit diesen Zielen wollen wir unsere Geschäftsaktivitäten mit den globalen Bemühungen in Einklang bringen, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, wie es im Pariser Klimaabkommen festgelegt worden ist.
Unser Übergangsplan wird derzeit evaluiert und in die Geschäftsstrategien der Unternehmensbereiche integriert. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Die Geschäftsstrategien der Unternehmensbereiche werden von der Geschäftsleitung genehmigt, um sicherzustellen, dass sie mit unseren Nachhaltigkeitszielen übereinstimmen und wir auf dem richtigen Weg sind, unsere Ziele erreichen zu können.
Um unsere Ziele zur Treibhausgasreduzierung zu erreichen (Einzelheiten zu den Zielen finden sich unter E1-4), implementierten wir wichtige Dekarbonisierungshebel wie Initiativen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von Prozessemissionen. Darüber hinaus verbesserten wir die Materialeffizienz und optimierten den Transport durch Verlagerung. Details finden sich im unserem Maßnahmenplan unter E1-3.
Wir sind zudem dabei, erste Prozesse zu entwickeln, um das Risiko potenziell „eingeschlossener“ Treibhausgasemissionen (locked-in emissions) zu mindern. Dies umfasst eine gründliche qualitative Bewertung unserer relevanten Anlagen, um potenzielle eingeschlossene Emissionen zu ermitteln, die unsere Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase gefährden könnten. Die beiden identifizierten Anlagen, eine Gasturbine an unserem Standort in Darmstadt und ein Gasmotor am Standort in Gernsheim, können unsere Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen erheblich beeinflussen. Sie tragen zu den Gesamtemissionen bei und erhöhen Übergangsrisiken im Zusammenhang mit regulatorischen Änderungen und Marktentwicklungen. Als erste Annäherung orientierten wir uns im Berichtsjahr am EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS). Beide Anlagen fallen unter das EU-ETS-Schema. Um diese Anlagen effektiver zu managen, werden wir die Umsetzung spezifischer Strategien prüfen. Parallel arbeiten wir bereits an Energieeffizienzprogrammen.
Unseren Übergangsplan integrieren wir zurzeit in unsere Geschäftsstrategie und Finanzplanung, um die Übereinstimmung mit unseren Nachhaltigkeitszielen sicherzustellen. Unser Unternehmen erstellt bislang keinen Investitionsplan im Sinne der EU-Taxonomie zur Transformation von taxonomiefähigen in taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten. Aus diesem Grund ist eine Abstimmung des Übergangsplanes mit diesem nicht möglich. Wir beabsichtigen, regelmäßige Überprüfungen durchzuführen, um unsere Fortschritte zu überwachen und Strategien anzupassen, damit wir unsere Nachhaltigkeitsziele erreichen können. Wir bezogen die Investitionsausgaben (CapEx) und betrieblichen Aufwendungen (OpEx) in unserer strategischen Planung ein und wiesen die Mittel strategisch innerhalb der Unternehmensbereiche zu, um unsere Maßnahmen für 2024/2025 zu voranzubringen und in der Absicht, unmittelbare Fortschritte bei der Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele zu gewährleisten. Darüber hinaus arbeiten wir daran, die notwendigen Investitionen bereitzustellen, um im Rahmen unseres Übergangsplans die langfristige Transformation und Widerstandsfähigkeit unserer gesamten Geschäftstätigkeit voranzutreiben. Die Verordnung über die Klimabewertungsstandards ist für uns nicht anwendbar, da wir keine institutionellen Anleger sind.
Erste Elemente unseres Übergangsplans setzen wir bereits um. So bewerten wir die einzelnen Maßnahmen regelmäßig, um sicherzustellen, dass diese langfristig zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele beitragen. Dazu gehören regelmäßige Evaluationen unserer Fortschritte anhand festgelegter Kennzahlen. Ferner gewinnen wir Erkenntnisse durch die Zusammenarbeit mit Stakeholdern, die in unsere Strategien einfließen. Wir verpflichten uns zu Transparenz in unserer Berichterstattung und informieren über unsere Erfolge und Herausforderungen bei der Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele.
Unser kurzfristiges Ziel für 2030 umfasst eine gezielte Senkung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um jeweils 50 % durch Maßnahmen wie NF3-Reduzierung, N2O-Recycling und die umfassende Nutzung erneuerbarer Energien. Bis 2040 streben wir Klimaneutralität an, indem wir die erneuerbare Energieerzeugung an unseren Standorten ausschöpfen und die Prozessemissionen minimieren. Unser Engagement erstreckt sich auch auf Scope 3, wo wir durch Dematerialisierung, Kreislaufwirtschaft und kontinuierlich verbesserte Partnerschaften in der Lieferkette erhebliche Emissionsreduzierungen erwarten. Einzelheiten zu unseren Maßnahmenplänen finden sich unter E1-3.
Bei der Entwicklung dieser ersten Version unseres Übergangsplans arbeiteten wir mit einer Vielzahl von Stakeholdern zusammen. So wollen wir einen umfassenden und integrativen Ansatz gewährleisten. Dazu gehörten alle Unternehmensbereiche und Schlüsselfunktionen wie der Einkauf, wodurch wir verschiedene Perspektiven und Fachkenntnisse einbeziehen konnten. Für eine Auswahl repräsentativer Standorte führten wir detaillierte Energiebewertungen durch und untersuchten mehrere Szenarien für den Treibhausgasausstoß, um die effektivsten Strategien zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele zu ermitteln.
Unsere Policies im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel (E1-2)
Die im Folgenden aufgeführten Policies befassen sich mit den Nachhaltigkeitsaspekten Klimaschutz und Energieeffizienz. Obwohl wir das Unterthema Anpassung an den Klimawandel noch nicht in unsere Policies integriert haben, machten wir mit der Durchführung unserer Klimaresilienzanalyse einen ersten Schritt, auf dem wir in Zukunft aufbauen wollen. Die Policies im Zusammenhang mit Klimawandel werden regelmäßig überwacht und aktualisiert.
Die EHS-Policy legt messbare Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen fest und fördert Energieeffizienzinitiativen in unseren Betrieben. Ergänzend dazu definiert der Air Emissions Standard, wie Luftemissionen zu überwachen und reduzieren sind, wobei der Schwerpunkt auf der Einführung sauberer Technologien zur Senkung der Treibhausgasemissionen liegt. Zur Bewältigung spezifischer Emissionsherausforderungen, regelt der Emissions of Refrigerants Standard die Verwendung von Kühlmitteln und betont die Bedeutung der Erkennung von Leckagen. Auch zeigt er den Übergang zu Alternativen mit geringem Treibhauspotenzial auf, um Emissionen zu minimieren. Darüber hinaus regelt unser Energy Management Standard die Verbesserung der Energieeffizienz und das Management des Energieverbrauchs, um die gesamten CO2-Emissionen zu reduzieren. Es umfasst spezifische interne Richtlinien, die bewährte Praktiken für die Energieeffizienz umreißen, wie zum Beispiel die Durchführung regelmäßiger Energieaudits, um Ineffizienzen zu identifizieren und Korrekturmaßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs umzusetzen. Wir erkennen auch die Bedeutung nachhaltiger Praktiken in unserer Lieferkette an, weshalb unser Verhaltenskodex für Lieferanten diese für ihre Umweltpraktiken verantwortlich macht. Dieser Kodex verlangt von unseren Lieferanten, dass sie sich an unseren Umweltzielen orientieren, über ihre Emissionen berichten und nachhaltige Praktiken einführen.
EHS-Policy |
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Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
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Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
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Klimaschutz; Energie |
Inhalt |
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Die konzernweite EHS Policy (Environment, Health and Safety) bildet die Grundlage unseres betrieblichen Umweltmanagements. In ihr formulieren wir unsere Verantwortung, die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen negativen Umweltauswirkungen zu minimieren und für den Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden, Kunden und Auftragnehmer Sorge zu tragen. Sie konkretisiert unsere Selbstverpflichtung, so zu arbeiten, dass wir Risiken für die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Sicherheit, einschließlich Umweltverschmutzung, reduzieren oder beseitigen. Die Policy wird kontinuierlich überwacht und ist Bestandteil unseres EHS-Managementsystems. Wir sind ISO 14001 zertifiziert. Die Einhaltung der Vorgaben der ISO 14001 wird jährlich im Rahmen von externen Überwachungs- und/oder Rezertifizierungsaudits überprüft. Wir verfügen über robuste Überwachungsprozesse und -verfahren, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Für Mitarbeitende werden obligatorische EHS-Schulungen angeboten. |
Anwendungsbereich |
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Die Policy gilt konzernweit für unsere eigene Geschäftstätigkeit sowie für die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette. |
Verantwortlichkeit |
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Vorsitzende der Geschäftsleitung |
Standards/Initiativen Dritter |
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Die EHS-Policy basiert auf den Prinzipien der UN Global Compact und der Responsible Care® Global Charter und ist mit den Standards ISO 14001 und ISO 45001 abgestimmt. |
Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern |
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Bei der Festlegung der Policy haben wir die Interessen unserer Mitarbeitenden und Kunden berücksichtigt. |
Verfügbarkeit |
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Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich über unsere Website verfügbar. |
Air Emissions Standards |
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Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
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Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
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Klimaschutz |
Inhalt |
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Die Policy ist unsere globale Policy zur Minimierung potenzieller negativer Auswirkungen im Zusammenhang mit Luftemissionen an unseren Standorten weltweit. |
Anwendungsbereich |
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Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten. |
Verantwortlichkeit |
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Managing Director oder Site Manager/Director, oder qualifizierte, verantwortliche Mitarbeitende, an die Aufgaben delegiert werden (zum Beispiel EHS-Mitarbeitende, Facility-Management-Mitarbeitende) |
Standards/Initiativen Dritter |
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Die Policy basiert auf ISO 14001. |
Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern |
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Neue EHS-Standards und wichtige Aktualisierungen werden mit internen Stakeholdern (hauptsächlich den Unternehmensbereichen) besprochen. EHS-Standards werden regelmäßig überprüft. |
Verfügbarkeit |
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Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Emissions of Refrigerants Standard |
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Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
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Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
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Klimaschutz |
Inhalt |
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Die Policy legt verbindliche Anforderungen zur Vermeidung von Emissionen durch Kältemittel in allen Unternehmensbereichen fest. Die Policy wird durch spezifische globale oder lokale Maßnahmen durch die Unternehmensbereiche und unterstützenden Konzernfunktionen umgesetzt. |
Anwendungsbereich |
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Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten. |
Verantwortlichkeit |
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Managing Director oder Site Manager/Director oder qualifizierte, verantwortliche Mitarbeitende, an die Aufgaben delegiert werden (zum Beispiel EHS-Mitarbeitende, Facility-Management-Mitarbeitende). |
Standards/Initiativen Dritter |
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Die Policy basiert auf ISO 14001. |
Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern |
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Neue EHS-Standards und wichtige Aktualisierungen werden mit internen Stakeholdern (hauptsächlich den Unternehmensbereichen) besprochen. EHS-Standards werden regelmäßig überprüft. |
Verfügbarkeit |
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Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Energy Management Standard |
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Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
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Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
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Energie; Klimaschutz |
Inhalt |
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Die Policy legt verbindliche Anforderungen an das Energiemanagement in allen Unternehmensbereichen fest. Die Policy ist durch spezifische globale oder lokale Maßnahmen von Unternehmensbereichen und unterstützenden Konzernfunktionen umzusetzen. |
Anwendungsbereich |
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Die Policy gilt konzernweit an allen Standorten. |
Verantwortlichkeit |
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Managing Director oder Site Manager/Director oder qualifizierte, verantwortliche Mitarbeitende, an die Aufgaben delegiert werden (zum Beispiel EHS-Mitarbeitende, Facility-/Energy-Management-Mitarbeitende). |
Standards/Initiativen Dritter |
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Die Policy basiert auf ISO 50001. |
Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern |
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Neue EHS-Standards und wichtige Aktualisierungen werden mit internen Stakeholdern (hauptsächlich den Unternehmensbereichen) besprochen. EHS-Standards werden regelmäßig überprüft. |
Verfügbarkeit |
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Die Policy ist intern im Intranet verfügbar. |
Verhaltenskodex für Lieferanten |
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Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
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Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
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Klimaschutz; Energie |
Inhalt |
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Die Policy beschreibt die Erwartungen an unsere Lieferanten und Sales Intermediates in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Ethik und Unternehmensintegrität, Umweltschutz, Tierschutz, sowie kontinuierliche Verbesserung und Lieferantenmanagement. Es wurde ein standardisiertes Verfahren eingerichtet, um sicherzustellen, dass unsere Lieferanten die Policy anerkennen. Group Procurement ist dafür verantwortlich, die Nachhaltigkeitsanforderungen in die relevanten Phasen unserer Beschaffungs- und Lieferantenmanagementprozesse zu integrieren. Seit 2023 ist die Policy in den Allgemeinen Einkaufsbedingungen enthalten, die unseren Bestellungen beigefügt sind. |
Anwendungsbereich |
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Die Policy gilt weltweit für alle unsere Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen („Lieferanten“) sowie für Sales intermediates (zum Beispiel Händler, Vertriebspartner, Großhändler und Wiederverkäufer). |
Verantwortlichkeit |
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Chief Procurement Officer und Group General Counsel. |
Standards/Initiativen Dritter |
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Die Policy berücksichtigt unter anderem den UN Global Compact, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die ILO-Kernarbeitsnormen, die EU-Konfliktmineralienverordnung (EU) 2017/821, den Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Abschnitt 1502, den OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten, das Greenhouse Gas Protocol, die ISO-Norm 50001 über Energiemanagement, das Minamata-Übereinkommen, das Stockholmer-Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POP), die Ellen-MacArthur-Foundation, das Basler-Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung, die ETS123 Anhang A und die aktuelle Fassung des ILAR-Leitfadens. |
Berücksichtigung Interessen von Interessenträgern |
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Die Policy wurde unter Berücksichtigung von internen und externen Stakeholdern und Experten entwickelt und überprüft. |
Verfügbarkeit |
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Die Policy ist intern im Intranet und öffentlich auf unserer Website verfügbar. In unseren Bestellungen wird grundsätzlich über einen Link zu den Allgemeinen Einkaufsbedingungen auf die Policy verwiesen; sie ist auch in neuen oder geänderten Verträgen enthalten. |
Unsere Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit unseren Klimakonzepten (E1-3)
In Übereinstimmung mit unseren in E1-2, dargelegten Policies zum Klimaschutz sind wir bestrebt, dem Klimawandel durch einen umfassenden Übergangsplan zu begegnen, unter Berücksichtigung des Pariser Klimaschutzabkommens. Dieser Plan umfasst eine Reihe strategischer Maßnahmen, die darauf abzielen, unsere Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren und unsere Nachhaltigkeitspraktiken zu verbessern. Diese Projekte umfassen die vorgelagerten Wertschöpfungsketten, eigenen Betriebe und nachgelagerten Wertschöpfungsketten. Unsere Maßnahmen fokussieren sich auf mehrere Dekarbonisierungshebel: Energiemanagement, Reduzierung von prozessbedingten Emissionen, Materialeffizienz, Verlagerung von Logistikrouten, Einkauf von erneuerbaren Energien und das Lieferanten-Dekarbonisierungsprogramm. Ziele zu unserer Anpassung an den Klimawandel finden sich unter E1-4. Nicht alle Klimaschutzprojekte sind im nachstehenden Maßnahmenplan enthalten; es werden nur die wichtigsten Beispiele pro Dekarbonisierungshebel hervorgehoben. Die Gesamtwerte für alle Maßnahmen zur Emissionsreduktion pro Unternehmensbereich ergeben ein vollständiges Bild der gesamten Dekarbonisierung. Um die Emissionen in unserer Lieferkette zu reduzieren, haben wir ein Lieferanten-Dekarbonisierungsprogramm eingeführt. Dieses fördert Reduktionsmaßnahmen außerhalb unserer direkten Kontrolle. Dabei konzentrieren wir uns darauf, die Einhaltung der Science Based Targets Initiative durch unsere Lieferanten zu bewerten und zu verbessern, den Anteil des von unseren Lieferanten genutzten Stroms aus erneuerbaren Energien zu steigern, sowie diejenigen zu schulen, die ihre Emissionen nicht reduzieren. Zwar ermöglicht uns das Programm eine Verfolgung des Reifegrads unserer Lieferanten, jedoch sind die Auswirkungen der Emissionsreduktionen derzeit nicht quantifizierbar. Der Grund ist, dass die Emissionen auf Grundlage von Branchendurchschnitten und nicht auf der Grundlage von Primärdaten gemeldet werden. Wir nehmen an, dass dieses Programm einen erheblichen positiven Effekt haben wird.
Maßnahmen im Unternehmensbereich Life Science
- Energiemanagement: Das EDISON-Programm konzentriert sich auf die Verbesserung der Energieeffizienz. Im Jahr 2024 erreichten wir eine Reduzierung von 3.840 Tonnen CO2eq. Dieses Programm verbessert die Betriebseffizienz, indem es den Energieverbrauch in unseren Einrichtungen optimiert.
- Reduzierung von Prozessemissionen: Unsere Maßnahme zur Reduzierung von Prozessemissionen (Freon) verringert unsere Abhängigkeit von fluorierten Kohlenwasserstoffen mit hohem Erderwärmungspotenzial. Sie trägt somit zu unseren Zielen zur Treibhausgasreduzierung bei, indem unsere Scope-1-Treibhausgasemissionen im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 um 12.655 Tonnen CO2eq reduziert wurden.
- Materialeffizienz: Das Materialeffizienzprogramm konzentriert sich auf die Verbesserung der Erträge und die Reduzierung von Ausschuss in unserer Produktion. Dies trägt zur Reduktion von Scope-3-Treibhausgasemissionen (Kategorie 1) bei. In unserem Werk in Danvers, USA, konnte beispielsweise durch Prozessverbesserung der Ausschuss (und damit der Bedarf an zugekauften Produkten) bei der Herstellung unserer Mobius Single-Use-Produkte reduziert werden. Dadurch wurden 240 Tonnen CO2eq im Jahr 2024 vermieden.
- Verlagerung von Logistikrouten: Unser Mode-Shift-Programm reduziert die Emissionen aus der Logistik, indem wir Seefracht anstelle von Luftfracht nutzen. Dieses Programm reduzierte die Scope-3-Emissionen bis Ende September 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 1.862 Tonnen CO2eq.
- Zeitliche Horizonte für den Abschluss der oben genannten Projekte: Die Programme zur Verlagerung von Logistikrouten sollen bis Ende 2025 und die Programme zur Materialeffizienz bis Ende 2027 umgesetzt werden. Unser Energiemanagementprogramm ist bis 2030 finanziert und wir haben derzeit kein Enddatum festgelegt. Nach Erreichen der Zeithorizonte werden diese Programme fortgesetzt, um weitere Reduzierungen zu erzielen. Unsere Maßnahme zur Reduzierung von Prozessemissionen wird voraussichtlich bis Ende 2029 vollständig umgesetzt sein.
- Gesamtwerte für die Maßnahmen zur Emissionsreduktion im Unternehmensbereich Life Science (2024): 19.678 Tonnen CO2eq
- Logik/Methodik zur Berechnung der Reduzierung (2024): Die Reduktion für die betreffenden Programme wird mit verschiedenen Methoden ermittelt. Für das Energiemanagement berücksichtigen wir die im Jahr 2024 abgeschlossenen Projekte, berechnen die erwarteten Energieeinsparungen pro Versorger und multiplizieren sie mit den standortspezifischen Emissionsfaktoren, um die Emissionsreduktionen zu ermitteln. Da es sich um ein mehrjähriges Programm und eine Reihe von Projekten handelt, wird die absolute Reduzierung der Prozessemissionen im Vergleich zum Basisjahr 2020 berechnet. Für die Verlagerung von Logistikrouten ermitteln wir die Handelswege und Mengen, die von Luft- auf Seefracht umgestellt wurden, und berechnen die volumenbereinigte Differenz der Emissionen im Vergleich zum Vorjahr. Für die Materialeffizienz wird die Kosteneinsparung ermittelt, die sich aus der Verringerung der eingekauften Rohstoffe ergibt, um die gleiche Menge an Fertigprodukten herzustellen. Diese wird mit dem entsprechenden EEIO-Emissionsfaktor des Rohstoffs multipliziert.
- Erwartete Gesamtwerte für die Projekte zur Emissionsreduktion im Unternehmensbereich Life Science (2025): 15.907 Tonnen CO2eq
- Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2025): Die erwartete Reduktion für diese Projekte wird berechnet, indem die für 2025 prognostizierten Emissionsreduktionen von den Gesamtreduktionen für 2024 abgezogen werden. Die Differenz entspricht der alleinigen Emissionsreduktionen im Jahr 2025. Wir ermitteln die Gesamtreduktionen, indem wir alle aktiven Initiativen in dem jeweiligen Jahr einbeziehen, die Emissionsreduktion auf der Grundlage des Basisjahres (2020) schätzen und um das Geschäftswachstum im jeweiligen Jahr bereinigen.
Maßnahmen im Unternehmensbereich Healthcare
- Energiemanagement: Wir investieren weiterhin in Photovoltaik-Anlagen vor Ort. Als Beispiel für unsere globalen Ambitionen haben wir 2024 eine weitere Photovoltaik-Investition an unserem Standort Jakarta, Indonesien, vorgenommen. Die Reduzierung der dortigen Emissionen durch dieses Projekt wird auf 12 % geschätzt. Darüber hinaus optimieren wir die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) in unserem Betriebsnetz. In den kommenden Jahren ist eine Fortführung der Investitionen in die Klimaneutralität vorgesehen, zum Beispiel für energieintensive Versorgungseinrichtungen wie die Wassergewinnung.
- Zeithorizonte für die Fertigstellung der oben genannten Projekte: Der kontinuierliche Umsetzungsplan, einschließlich Heizung, Lüftung, Klimatisierung (HLK) und Photovoltaik vor Ort, befindet sich am Ende des Umsetzungszyklus. Die genannten Wasserversorgungsprojekte beginnen ab 2025 und werden in den nächsten 3–5 Jahren umgesetzt. Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2024): Die Emissionsreduktion spiegelt die tatsächlichen Reduktionen im Berichtsjahr wider. Es vergleicht die Emissionen im Jahr 2023 mit denen im Jahr 2024.
- Gesamtwerte für die Projekte zur Emissionsreduktionen im Unternehmensbereich Healthcare (2024): 2.000 Tonnen CO2eq
- Logik/Methodik zur Berechnung der Reduktion (2024): Die Emissionsreduzierung spiegelt die tatsächlichen Reduzierungen im Berichtsjahr wider. Sie vergleicht die Emissionen im Jahr 2024 mit denen von 2023.
- Erwartete Gesamtwerte für Emissionsreduktionsprojekte im Unternehmensbereich Healthcare (2025): 2.423 Tonnen CO2eq
- Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2025): Die erwartete Reduktion für diese Projekte wird berechnet, indem die für 2025 prognostizierten Emissionsreduktionen von den Gesamtreduktionen für 2024 abgezogen werden. Die Differenz entspricht der alleinigen Emissionsreduktionen im Jahr 2025. Wir ermitteln die Gesamtreduktionen, indem wir alle aktiven Initiativen in dem jeweiligen Jahr einbeziehen, die Emissionsreduktion auf der Grundlage des Basisjahres (2020) schätzen und um das Geschäftswachstum im jeweiligen Jahr bereinigen.
Maßnahmen im Unternehmensbereich Electronics
- Reduktion von Prozessemissionen: Wir haben NF3-Reduktionsprojekte an unseren Standorten in Ulsan, Südkorea, und Hometown, USA, aus unserem Geschäftsbereich Spezialgase umgesetzt, um die Emissionen von Stickstofftrifluorid zu reduzieren. Diese Projekte erzielten im Jahr 2024 eine erhebliche Reduktion von 385.743 Tonnen CO2-Äquivalent.
- Zeithorizonte für die Fertigstellung der oben genannten Projekte: Die wichtigsten Meilensteine dieser Projekte wurden 2024 erreicht.
- Gesamtwerte für Projekte zur Emissionsreduktionen im Unternehmensbereich Electronics (2024): 385.743 Tonnen CO2eq
- Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2024): Die Emissionsreduktion spiegelt die tatsächlichen Reduktionen im Berichtsjahr wider. Sie vergleicht die prozessbedingten NF3-Emissionen im Jahr 2024 mit dem Vorjahr. Es wird kein Wachstum berücksichtigt.
- Erwartete Gesamtwerte für die Projekte zur Emissionsreduktionen im Unternehmensbereich Electronics (2025): 195.118 Tonnen CO2eq
- Logik/Methodik zur Berechnung der erwarteten Reduktion (2025): Die für 2025 erwartete Reduktion wird durch verschiedene Schlüsselprojekte erzielt, und trägt somit zur voraussichtlichen Erreichung der Meilensteine für 2025 bei. Die wichtigsten Projekte sind die Reduktion der N2O-Prozessemissionen und die Beschaffung zusätzlicher Verträge für Strom aus erneuerbaren Energien. Außerdem werden wir von einem ganzjährigen Beitrag des oben erwähnten NF3-Reduktionsprojekts in Ulsan profitieren.
Beitrag der Dekarbonisierungshebel nach Bereichen zur Erreichung unserer Ziele (2020-2030)
Scope 1-Ziel: Bis 2030 wollen wir unsere direkten Treibhausgasemissionen um 50 % reduzieren (Basisjahr 2020).
- Der wichtigste Hebel zur Dekarbonisierung ist die Reduzierung von Prozessemissionen, insbesondere NF3.
- Von 2020 bis 2024 trug diese Maßnahme zu einer Verringerung der Scope-1-Treibhausgasemissionen um 53 % bei. Wir haben unser Ziel vorzeitig erreicht und arbeiten daran, die Ergebnisse zu stabilisieren.
Scope 2-Ziel: Bis 2030 wollen wir unsere indirekten Treibhausgasemissionen um 50 % reduzieren (Basisjahr 2020).
- Der wichtigste Hebel zur Dekarbonisierung ist die Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, zum Beispiel durch virtuelle Stromabnahmeverträge (Virtual Power Purchase Agreements, VPPA).
- Von 2020 bis 2024 haben wir unsere Scope-2-Emissionen um 30 % reduziert.
Scope 3-Ziel: Bis 2030 wollen wir unsere Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) um 52 % im Verhältnis zum Bruttoergebnis reduzieren (Basisjahr 2020).
- Der wichtigste Hebel zur Dekarbonisierung ist unser Lieferanten-Dekarbonisierungsprogramm. Es zielt darauf ab, die Emissionen in unserer gesamten Lieferkette durch die Förderung von Maßnahmen außerhalb unserer direkten Kontrolle zu reduzieren.
- Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der Bewertung und Verbesserung der Lieferanten in Übereinstimmung mit der Science Based Targets Initiative, der Erhöhung des Anteils des verwendeten Stroms aus erneuerbaren Energien, sowie der Aufklärung der Lieferanten über Dekarbonisierungshebel, um den Wandel voranzutreiben.
- Während dieses Programm den Reifegrad unserer Lieferanten verfolgt, kann die Auswirkung der Reduzierung noch nicht quantifiziert werden, da die Emissionen derzeit anhand von Branchendurchschnitten und nicht von Primärdaten berechnet werden. Dennoch erwarten wir, dass diese Initiative langfristig einen erheblichen positiven Einfluss haben wird.
Finanzielle Ressourcen für Klimaschutzmaßnahmen
Im Jahr 2024 ordneten wir den oben genannten Maßnahmen im Zusammenhang mit Prozessemissionen 46 Mio. € an Investitionsausgaben (CapEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Bilanz ausgewiesen sind und keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx). Für 2025 planen wir 18 Mio. € für CapEx und keine signifikanten OpEx bereitzustellen.
Im Jahr 2024 ordneten wir den zuvor genannten Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Energiemanagement 10 Mio. € an Investitionsausgaben (CapEx) zu, die in den jeweiligen Zeilen der Bilanz ausgewiesen sind und keine signifikanten betrieblichen Aufwendungen (OpEx). Diese Zuweisungen entsprechen den in der delegierten Verordnung der Kommission (EU) 2021/2178 dargelegten Leistungskennzahlen. Für 2025 planen wir 12 Mio. € für CapEx und keine signifikanten OpEx bereitzustellen.
Nicht alle Projekte zum Klimaschutz sind in den oben genannten Zahlen enthalten; nur unsere wichtigsten Maßnahmen pro Dekarbonisierungshebel sind aufgeführt.
Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel
Obwohl unser Hauptaugenmerk auf dem Klimaschutz liegt, sind wir uns der Bedeutung der Anpassung an den Klimawandel bewusst. Wir haben erste Schritte unternommen, indem wir in Versicherungsprämien investiert haben, um uns gegen physische Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel abzusichern. Diese proaktive Maßnahme stärkt unsere Widerstandsfähigkeit angesichts klimabedingter Herausforderungen.
Ressourcenverfügbarkeit und -zuweisung
Unsere Fähigkeit, diese Maßnahmen umzusetzen, hängt erheblich von der Verfügbarkeit und Zuweisung von Ressourcen ab. Der fortlaufende Zugang zu Finanzmitteln zu erschwinglichen Kapitalkosten ist entscheidend für die Umsetzung unserer Strategien. Dazu gehören Anpassungen an Veränderungen von Angebot und Nachfrage, damit verbundene Akquisitionen und bedeutende Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E). Die Verfügbarkeit von Ressourcen sicherzustellen hat Priorität, um den Fortschritt in Richtung unserer Klimaschutzziele aufrechtzuerhalten. Um diese Klimaschutzziele zu erreichen, untersuchen wir derzeit modernste Technologien, die auf dem Markt verfügbar sind. Diese sind entscheidend für die Verbesserung unserer Betriebseffizienz und die Implementierung innovativer Lösungen.
Überwachung und Berichterstattung
Wir haben Mechanismen eingerichtet, um den Fortschritt zu überwachen und sicherzustellen, dass wir mit den Klimazielen in Einklang stehen. Regelmäßige Updates werden den Interessengruppen bereitgestellt. Die Erhebung von Kennzahlen, die sich auf Klimaschutz beziehen, wurde nicht gesondert von einer externen Stelle validiert.
Unsere Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel (E1-4)
Die unten aufgeführten Ziele konzentrieren sich auf die Nachhaltigkeitsaspekte Klimaschutz und Energieeffizienz. Obwohl wir die Anpassung an den Klimawandel noch nicht in unsere Ziele aufgenommen haben, haben wir bereits erste Schritte durch unsere Klimaresilienzanalyse eingeleitet, die wir noch weiter ausbauen wollen. Detaillierte Informationen zu unseren Methoden, Kennzahlen und Fortschritten bei der Erreichung unserer Ziele finden sich unter E1-6. Ein umfassender Überblick über unsere Dekarbonisierungshebel findet sich unter E1-3 und ein Überblick über unsere Policies unter E1-2.
Scope-1-Emissionsziel (absolute Reduktion) |
||
---|---|---|
Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
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Kennungen E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
|
Klimaschutz; Energie |
Ziel |
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Bis 2030 wollen wir unsere direkten Treibhausgasemissionen (Scope 1) um 50 % reduzieren. |
Bezugswert/-jahr |
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1.827.000 Tonnen (2020) |
Methoden |
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Dieses Klimaziel basiert auf den Kriterien der Science Based Targets initiative (SBTi), dem absoluten Kontraktionsansatz und dem von der SBTi bereitgestellten Science-based Target Setting Tool. Im April 2022 hat die SBTi unser Ziel für 2030 validiert und genehmigt. Es handelt sich um ein wissenschaftsbasiertes Ziel, welches auf die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C ausgerichtet ist. |
Berücksichtigung von Stakeholdern |
|
Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
Änderungen zum Vorjahr |
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Unsere Reduktionsziele für Scope 1 und 2 waren früher kombiniert und sind jetzt getrennt. |
Performance/Parameter |
|
Wir überwachen unsere Scope-1-Emissionen vierteljährlich anhand von monatlich erfassten Daten, die über unser zentrales EHS-Datenerfassungstool gesammelt werden. Im Jahr 2024 senkten wir unsere Scope-1-Emissionen um 378.315 Tonnen CO2eq und damit auf 858.053 Tonnen. Wir reduzierten unsere Scope-1-Emissionen um 53 % (Basisjahr 2020) und erreichten unser Ziel vorzeitig. Wir arbeiten daran, die Ergebnisse zu stabilisieren. Der 1,5 °C-konforme Referenzzielwert für Scope-1-Treibhausgasemissionen beträgt 913.561 Tonnen CO2eq. Weitere Details zu unserer Leistung finden Sie unter E1-6. |
Scope-2-Emissionsziel (absolute Reduktion) |
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---|---|---|
Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
|
Kennung E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
|
Klimaschutz; Energie |
Ziel |
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Bis 2030 wollen wir unsere indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 2) um 50 % reduzieren. |
Bezugswert/-jahr |
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325.000 Tonnen (2020) |
Methoden |
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Dieses Klimaziel basiert auf den Kriterien der Science Based Targets initiative (SBTi), dem absoluten Kontraktionsansatz und dem von der SBTi bereitgestellten Science-based Target Setting Tool. Im April 2022 hat die SBTi unser Ziel für 2030 validiert und genehmigt. Es handelt sich um ein wissenschaftsbasiertes Ziel, das mit der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C vereinbar ist. |
Berücksichtigung von Stakeholdern |
|
Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
Änderungen zum Vorjahr |
|
Unsere Reduktionsziele für Scope 1 und 2 waren früher kombiniert und sind jetzt getrennt. |
Performance/Parameter |
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Wir überwachen unsere Scope-2-Emissionen vierteljährlich anhand von monatlichen erfassten Daten, die über unser zentrales EHS-Datenerfassungstool gesammelt werden. Die Reduktion unserer Scope-2-Emissionen entwickelt sich positiv und entspricht den Erwartungen. Im Jahr 2024 reduzierten wir unsere Scope-2-Emissionen um 138 Tonnen CO2eq, wodurch sie auf 227.070 Tonnen gesenkt wurden, was einer Reduktion von 30 % gegenüber dem Basisjahr 2020 entspricht. Der an das 1,5 °C-Ziel angepasste Referenzwert für Scope-2-Treibhausgas-emissionen beträgt 162.349 Tonnen CO2eq. Weitere Informationen zu unserer Leistung finden Sie unter E1-6. |
Scope-3-Emissionsziel (intensitätsbasiert) |
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---|---|---|
Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
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Kennung E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
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Klimaschutz |
Ziel |
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Bis 2030 wollen wir unsere Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) im Verhältnis zu unserem Bruttoergebnis um 52 % reduzieren (auf 230 Tonnen CO2eq pro Mio. € Bruttoergebnis). Wir planen eine deutliche Reduktion der absoluten Scope-3-Emissionen bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 2020 zu erreichen. |
Bezugswert/-jahr |
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480 Tonnen CO2eq pro Mio. € Bruttoergebnis (2020) |
Methoden |
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Das Intensitätsziel basiert auf der Grundlage der Kriterien der Science Based Targets initiative (SBTi) und auf dem von der SBTi bereitgestellten Science-based Target Setting Tool. Im April 2022 validierte und genehmigte die SBTi dieses Ziel für 2030. |
Berücksichtigung von Stakeholdern |
|
Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
Änderungen zum Vorjahr |
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Für dieses Ziel gab es keine Veränderungen zum Vorjahr. |
Performance/Parameter |
|
Wir überwachen unsere Scope-3-Emissionen jährlich. Im Jahr 2024 haben wir eine Emissionsintensität von 359 Tonnen CO2eq pro Mio. € Bruttoergebnis erzielt. Die Zielsetzung basiert auf SBTi-Kriterien, welche drei Ansätze bieten: den absoluten Kontraktionsansatz, den wirtschaftlichen und den physischen Intensitätsansatz. |
|
|
Für unser Ziel haben wir den wirtschaftlichen Intensitätsansatz gewählt, der mit der SBTi-GEVA-Methode (Gross Emissions per Value Added) übereinstimmt. Die Reduzierung um 52 % wurde mit dem von der SBTi bereitgestellten Science-based Target Setting Tool berechnet. |
Ziel für erneuerbare Energien |
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---|---|---|
Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
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Kennung E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
|
Klimaschutz; Energie |
Ziel |
|
Bis 2030 wollen wir 80 % unseres eingekauften Stroms durch erneuerbare Energien decken. Durch die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien unterstützen wir unser Ziel, die Scope-2-Emissionen zu reduzieren. Wir gehen davon aus, dass bis 2030 ausreichend erneuerbare Energie zu einem akzeptablen Preis verfügbar sein wird. |
Bezugswert/-jahr |
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Keine Angabe eines Bezugsjahrs sinnvoll, da das Ziel die Gesamtabdeckung der beschafften Energie betrachtet. |
Methoden |
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Die Methodik zur Erreichung dieses Ziels berücksichtigt die unterschiedliche Verfügbarkeit des Kaufs zuverlässiger „grüner‟ Stromprodukte in verschiedenen Ländern. In einigen Regionen ist es unkompliziert, diese Stromprodukte zu erwerben, während dies in anderen Regionen aufgrund begrenzter Verfügbarkeit oder Kapazitätsengpässen eine große Herausforderung darstellt. Das 80-%-Ziel spiegelt diese Überlegungen wider. Dies ist kein von der Science Based Target Initiative (SBTi) genehmigtes Ziel. |
Berücksichtigung von Stakeholdern |
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Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
Änderungen zum Vorjahr |
|
Für dieses Ziel gab es keine Veränderungen zum Vorjahr. |
Performance/Parameter |
|
Im Jahr 2024 haben wir 52,2 % des eingekauften Stroms mit erneuerbaren Energien gedeckt. |
Klimaneutralitätsziel |
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---|---|---|
Bezug zu wesentlichen Auswirkungen, Risiken und/oder Chancen |
|
Kennung E1-NI-01; E1-NI-02; E1-NI-03; E1-NI-04; E1-NI-05; E1-NI-07 |
Wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt |
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Klimaschutz; Energie |
Ziel |
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Bis 2040 wollen wir Klimaneutralität entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreichen. |
Bezugswert-/jahr |
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Kein tatsächliches Referenzjahr, da das Ziel die Gesamtabdeckung der beschafften Energie betrachtet – Jahr nicht anwendbar. |
Methoden |
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Nachdem wir unsere von der Science Based Targets initiative (SBTi) genehmigten mittelfristigen Ziele für 2030 erreicht haben, werden wir unseren umfassenden Ansatz zur weiteren Reduzierung unserer Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf der Grundlage unseres aktuellen Übergangsplans zu diesem Zeitpunkt weiterverfolgen. Wir gehen davon aus, dass unsere Lieferanten und Kunden weiterhin an ihren eigenen Zielen arbeiten und diese erfüllen werden. Wir stimmen unsere Methoden mit (inter)nationalen politischen Zielen wie dem EU Green Deal ab. Dies ist kein von der Science Based Taregt Initiative (SBTi) genehmigtes Ziel. |
Berücksichtigung von Stakeholdern |
|
Unser Sustainability Board und unsere Unternehmensbereiche sind an der Festlegung der Ziele beteiligt, wobei die endgültige Genehmigung von der Geschäftsleitung erteilt wird. |
Änderungen zum Vorjahr |
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Für dieses Ziel gab es keine Veränderungen zum Vorjahr. |
Performance/Parameter |
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Wir überwachen dieses Ziel jährlich. Weitere Informationen zu unserer Performance finden sich unter E1-6. |
Wir haben zukünftige Entwicklungen berücksichtigt, indem wir aufkommende Trends und Innovationen kontinuierlich überwachen, wie in unserem Übergangsplan (siehe E1-1) dargelegt, der unsere Strategien informieren und potenziell sowohl unsere Treibhausgasemissionen als auch die Emissionsminderungen beeinflussen wird. Wir berichten zusätzlich über unsere Ziele für Scope 1, 2 und 3 unter ESRS 2 (SBM-1), da es sich um einen unserer strategischen Nachhaltigkeitskennzahlen handelt, die verwendet werden, um den Erfolg unserer Klimaschutzmaßnahmen zu bewerten.
Unser Energieverbrauch und Energiemix (E1-5)
Das Verständnis unseres Energieverbrauchs und der Energiequellen, die zu unserem Energiemix beitragen, ist entscheidend, um unsere Umweltbelastung zu reduzieren. Nachfolgend geben wir einen Überblick über unseren aktuellen Energieverbrauch, den Anteil erneuerbarer und nicht erneuerbarer Energiequellen und über die Schritte, die wir zur Verbesserung unserer Energieeffizienz unternehmen. Durch die Analyse unseres Energieverbrauchs und -mixes wollen wir Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren, um unser Engagement für die Klimaneutralität voranzutreiben und uns an globalen Nachhaltigkeitszielen auszurichten. Gemäß der ESRS-Definition gelten alle unsere Geschäftsaktivitäten als klimaintensiv.
Energieverbrauch und Energiemix
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über unseren Gesamtenergieverbrauch in MWh, aufgeschlüsselt nach Quellen:
in MWh |
|
2024 |
|
2024 |
---|---|---|---|---|
(1) Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen |
|
|
|
|
(2) Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen |
|
46.448 |
|
7.866 |
(3) Brennstoffverbrauch aus Erdgas |
|
1.148.361 |
|
59.260 |
(4) Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen |
|
|
|
|
(5) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus fossilen Quellen |
|
528.790 |
|
9.152 |
(6) Gesamtverbrauch fossiler Energie |
|
1.723.598 |
|
76.278 |
Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) |
|
72,0 |
|
100 |
(7) Verbrauch aus Kernkraftquellen |
|
98.936 |
|
161 |
Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) |
|
4,1 |
|
– |
(8) Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse (auch Industrie- und Siedlungsabfälle biologischen Ursprungs, Biogas, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen usw.) |
|
31.242 |
|
– |
(9) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus erneuerbaren Quellen |
|
524.673 |
|
– |
(10) Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt |
|
16.271 |
|
– |
(11) Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie |
|
572.186 |
|
– |
Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) |
|
23,9 |
|
– |
Gesamtenergieverbrauch |
|
2.394.720 |
|
76.439 |
Unsere Standorte erfassen Energiedaten über unser zentrales Reporting-Tool für EHS-Daten (Environment, Health and Safety). Dieser zentralisierte Ansatz soll eine einheitliche und genaue Berichterstattung an allen Standorten sicherstellen.
Folgende Angaben zur Methodik gelten für alle Energieverbrauchskennzahlen:
- Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleprodukten, Rohöl und Erdölprodukten, Erdgas und anderen fossilen Quellen: Die Brennstoffverbrauchsdaten stammen direkt aus gemeldeten Zahlen, wodurch wir die Genauigkeit ohne Abhängigkeit von Schätzungen gewährleisten.
- Verbrauch von gekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus fossilen Quellen: Dies umfasst Energie, die wir von Drittanbietern beziehen und über Verträge und Rechnungen nachverfolgen.
- Gesamter Verbrauch fossiler Energie: Diesen berechnen wir als Summe aller oben aufgeführten fossilen Energiequellen.
- Verbrauch aus nuklearen Quellen: Die Berechnung basiert auf Schätzungen. Hierfür nutzten wir Daten aus der wissenschaftlichen Online-Publikation „Our World in Data“.
- Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse: Diese Kennzahl umfasst Energie aus erneuerbaren Materialien. Sie wird über die Standorte erhoben.
- Verbrauch von gekaufter oder erworbener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen: Dies umfasst erneuerbare Energie, die wir von Drittanbietern beziehen und ebenfalls über Verträge und Rechnungen nachverfolgen.
- Selbst erzeugte erneuerbare Energie (ohne Brennstoffe): Dies bezieht sich auf vor Ort erzeugte erneuerbare Energie, wie Solar- oder Windenergie, die wir anhand von Produktionskennzahlen ermitteln.
Energieerzeugung
Die mit unseren Aktivitäten verbundene Energieerzeugung ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
in MWh |
|
2024 |
|
2024 |
---|---|---|---|---|
Erneuerbare Energieerzeugung |
|
43.110 |
|
5.842 |
Nicht erneuerbare Energieerzeugung |
|
1.066.229 |
|
473.124 |
Folgende Angaben zur Methodik gelten für alle Energieerzeugungskennzahlen:
- Erzeugung erneuerbarer Energien: Diese Kennzahl umfasst Energie, die aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind und Biomasse erzeugt wird. Die Daten werden durch Energieberichte und Produktionskennzahlen der Standorte erhoben, die die Menge der vor Ort erzeugten erneuerbaren Energie erfassen.
- Erzeugung nicht erneuerbarer Energien: Diese Kennzahl umfasst Energie, die aus nicht erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Die Zahlen basieren auf realen Erzeugungsdaten der Standorte Darmstadt und Gernsheim sowie auf einer Schätzung für die übrigen Standorte auf der Grundlage ihres gemeldeten Energieverbrauchs und eines durchschnittlichen Energieerzeugungseffizienzwerts.
Energieintensität auf der Grundlage der Umsatzerlöse
Die folgende Tabelle zeigt die mit unseren Aktivitäten verbundene Energieintensität:
in MWh/Mio. € |
|
2024 |
---|---|---|
Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren |
|
113 |
- Gesamtenergieverbrauch: Diese Zahl stellt den kombinierten Energieverbrauch aller Aktivitäten dar. Die Daten werden von den Standorten über ein internes Tool gemeldet. Da wir nicht auf externe Schätzungen angewiesen sind, können wir eine hohe Genauigkeit gewährleisten.
- Umsatzerlöse: Die Umsatzerlöse sind unserem Geschäftsbericht entnommen, sie lagen im Geschäftsjahr 2024 bei 21.156 Mio. €.
- Berechnung der Energieintensität: Wir ermitteln die Energieintensität, indem wir den Gesamtenergieverbrauch aus allen Aktivitäten (in MWh) durch die Umsatzerlöse (Mio. €) dividieren. Diese Kennzahl ermöglicht es uns, die Energieeffizienz bezogen auf die Wirtschaftsleistung zu bewerten und aussagekräftige Vergleiche im Zeitverlauf und zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen zu treffen.
Unsere Treibhausgasemissionen (brutto und netto) der Kategorien Scope 1, 2 und 3 (E1-6)
Das Verständnis unserer Treibhausgasemissionen ist von entscheidender Bedeutung für die Bewertung unserer Umweltauswirkungen und die Stärkung unserer Nachhaltigkeitsinitiativen, insbesondere im Hinblick auf unser Ziel, die Emissionen zu reduzieren. Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über unsere Treibhausgas-Bruttoemissionen in allen drei Scopes sowie über unsere gesamten Treibhausgasemissionen. Durch die Analyse dieser Emissionen wollen wir Bereiche für Verbesserungen identifizieren, sinnvolle Reduktionsziele festlegen und auf Klimaneutralität hinarbeiten.
Biogene CO2-Emissionen:
In der folgenden Tabelle führen wir die biogenen CO2-Emissionen auf, die nicht in den Berechnungen der Treibhausgas-Bruttoemissionen für das Jahr 2024 enthalten sind:
in t CO2eq |
|
2024 |
|
2024 |
---|---|---|---|---|
Scope-1-THG-Bruttoemissionen |
|
12.598 |
|
– |
Scope-2-THG-Bruttoemissionen |
|
486 |
|
– |
Der Berechnung der biogenen CO2-Emissionen liegen folgende Methoden zugrunde:
- Scope-1-Treibhausgas-Bruttoemissionen: Diese Emissionen sind die Summe der gesamten direkten Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen, wobei biogene CO2-Emissionen ausgeschlossen sind. Die Daten stammen aus Betriebsaufzeichnungen und Emissionsinventaren.
- Scope-2-Treibhausgas-Bruttoemissionen (marktbasiert): Diese Zahl gibt die indirekten Emissionen aus dem Verbrauch von zugekauftem Strom, Wärme, Dampf und Kühlung wieder, die mit marktorientierten Methoden berechnet werden. Die Daten erheben wir mithilfe von Versorgerabrechnungen und Energiebeschaffungsdokumenten.
- Begrenzungen und Unsicherheiten umfassen teilweise manuelle Prozesse auf Standortebene, die das Risiko fehlerhafter Dateneingaben mit sich bringen, sowie die frühen Fristen für die Jahresendberichterstattung, die es erforderlich machen, teilweise auf Schätzungen zurückzugreifen.
Anteile und Arten unserer Vertragsinstrumente
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Anteil und die Arten der Vertragsinstrumente, die wir 2024 für die Energiebeschaffung verwendeten. Die Tabelle zeigt sowohl gebündelte als auch ungebündelte Instrumente.
in % |
|
2024 |
|
2024 |
---|---|---|---|---|
Anteile der über gebündelte vertragliche Instrumente eingekauften Energie |
|
19,2 |
|
– |
gebündeltes vertragliches Instrument: Retail green electricity |
|
5,9 |
|
– |
gebündeltes vertragliches Instrument: Onsite Power Purchase Agreement (PPA) |
|
– |
|
– |
gebündeltes vertragliches Instrument: GEC (Green Energy Certificate) |
|
3,2 |
|
– |
gebündeltes vertragliches Instrument: GO (Guarantees of Origin) |
|
10,1 |
|
– |
gebündeltes vertragliches Instrument: NFC (National Framework for Certification) |
|
0,0 |
|
– |
Anteile der über ungebündelte vertragliche Instrumente eingekauften Energie |
|
26,3 |
|
– |
ungebündeltes vertragliches Instrument: US-REC (U.S. Renewable Energy Certificate) |
|
4,5 |
|
– |
ungebündeltes vertragliches Instrument: VPPA (Virtual Power Purchase Agreement) |
|
19,9 |
|
– |
ungebündeltes vertragliches Instrument: GO (Guarantees of Origin) |
|
– |
|
– |
ungebündeltes vertragliches Instrument: I-REC (International Renewable Energy Certificate) |
|
1,8 |
|
– |
ungebündeltes vertragliches Instrument: TIGR (Tradeable Instrument for Global Renewables) |
|
0,1 |
|
– |
Gesamtanteil der über gebündelte und ungebündelte vertragliche Instrumente eingekauften Energie |
|
45,5 |
|
– |
Folgende Methoden liegen der Berechnung des Anteils und der Vertragsinstrumente zugrunde:
- Anteil der über gebündelte Vertragsinstrumente beschafften Energie: Diese Kennzahl gibt den Prozentsatz der Energie wieder, die wir über gebündelte Verträge beschafften. Hierbei wird sowohl erneuerbare Energie als auch die damit verbundenen erneuerbaren Eigenschaften (Zertifikate) beschafft. Die Daten werden aus Beschaffungsverträgen und Energierechnungen erhoben.
- Anteil der über ungebündelte Vertragsinstrumente beschafften Energie: Diese Kennzahl gibt den Prozentsatz der Energie wieder, die über ungebündelte Verträge beschafft wurde. Hierbei wird Energie unabhängig von ihren Eigenschaften beschafft und werden Zertifikate erneuerbarer Energien in gleicher Größe separat beschafft. Die Daten werden aus Beschaffungsverträgen und Energierechnungen erhoben.
Bei der Berechnung dieser Kennzahlen wurden die folgenden Annahmen getroffen:
- Die Klassifizierung von Vertragsinstrumenten als gebündelt oder ungebündelt basiert auf den Definitionen in den einschlägigen Regulierungsrichtlinien, wie zum Beispiel dem Green House Gas Protocol für Scope 2, das einen Rahmen für die Beschaffung und Bilanzierung erneuerbarer Energien bietet.
Treibhausgas-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2, 3 und Treibhausgas-Gesamtemissionen
Die folgende Tabelle zeigt die Treibhausgas-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie die Daten zu den Treibhausgas-Gesamtemissionen für die Geschäftsjahre 2020 und 2024. Sie enthält Meilensteine sowie Ziele und bietet einen umfassenden Überblick über unsere Treibhausgasemissionen sowie die Fortschritte bei der Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele. Obwohl unsere Berechnungen zeigen, dass die aus Primärdaten abgeleiteten Scope-3-Emissionen minimal sind, sind wir bestrebt, unsere Datenerfassungsprozesse kontinuierlich zu verbessern.
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|
Rückblickend |
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Etappenziel und Zieljahr |
||||||||||||||||||
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
in t CO2eq |
|
2020 |
|
2024 |
|
2030 |
|
Jährliche Rückgangsrate bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr (in %) |
||||||||||||||
Scope-1-Treibhausgasemissionen |
|
|
|
|
|
|
|
|
||||||||||||||
Scope-1-THG-Bruttoemissionen |
|
1.827.123 |
|
858.053 |
|
913.561 |
|
5,0 |
||||||||||||||
Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (in %) |
|
4 |
|
8 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Scope-2-Treibhausgasemissionen |
|
|
|
|
|
|
|
|
||||||||||||||
Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen |
|
381.640 |
|
385.483 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen |
|
324.698 |
|
227.070 |
|
162.349 |
|
5,0 |
||||||||||||||
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen |
|
|
|
|
|
|
|
|
||||||||||||||
Gesamte indirekte (Scope-3-)THG-Bruttoemissionen1 |
|
5.104.508 |
|
4.482.938 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Erworbene Waren und Dienstleistungen (Kategorie 1) |
|
3.040.000 |
|
2.470.278 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Cloud-Computing und Rechenzentrumsdienste |
|
– |
|
– |
|
|
|
|
||||||||||||||
Investitionsgüter (Kategorie 2)2 |
|
293.000 |
|
371.086 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (Kategorie 3) |
|
102.528 |
|
112.528 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Vorgelagerter Transport und Vertrieb (Kategorie 4) |
|
264.397 |
|
231.580 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Abfallaufkommen in Betrieben (Kategorie 5) |
|
85.047 |
|
26.901 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Geschäftsreisen (Kategorie 6) |
|
32.157 |
|
106.060 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Pendelnde Mitarbeitende (Kategorie 7) |
|
89.571 |
|
77.061 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Kategorie 8)3 |
|
– |
|
– |
|
|
|
|
||||||||||||||
Nachgelagerter Transport (Kategorie 9) |
|
8.435 |
|
7.922 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Verarbeitung verkaufter Produkte (Kategorie 10)4 |
|
– |
|
– |
|
|
|
|
||||||||||||||
Verwendung verkaufter Produkte (Kategorie 11) |
|
1.163.923 |
|
1.021.008 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer (Kategorie 12)5 |
|
23.351 |
|
55.816 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Kategorie 13)6 |
|
1.678 |
|
1.722 |
|
|
|
|
||||||||||||||
Franchises (Kategorie 14) |
|
– |
|
– |
|
|
|
|
||||||||||||||
Investitionen (Kategorie 15) |
|
421 |
|
974 |
|
|
|
|
||||||||||||||
THG-Emissionen insgesamt |
|
|
|
|
|
|
|
|
||||||||||||||
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) |
|
7.313.271 |
|
5.726.474 |
|
|
|
|
||||||||||||||
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) |
|
7.256.329 |
|
5.568.062 |
|
|
|
|
||||||||||||||
|
Das Treibhausgasinventar umfasst die Mehrheit unserer Standorte unter betrieblicher Kontrolle. Besonders die Produktionsstätten, die den Großteil der Treibhausgasemissionen verursachen, sind vollständig abgedeckt. Wir haben zwei Anlagen, die dem EU-Emissionshandelssystem unterliegen, in Darmstadt und Gernsheim in Deutschland. Zusätzlich unterliegt der Standort in Ulsan, Südkorea, einem Emissionshandelssystem.
Von den Treibhausgas-Gesamtemissionen entfielen folgende Anteile auf die Merck KGaA: Im Jahr 2024 betrugen ihre Scope-1-Treibhausgasemissionen 18.413 Tonnen CO2eq. Ihre Scope-2-Treibhausgasemissionen lagen bei 3.416 Tonnen CO2eq, berechnet nach der standortbasierten Methode, und bei 6.704 Tonnen CO2eq, berechnet nach der marktbasierten Methode. Da die Merck KGaA keine signifikante Geschäftstätigkeit ausübt, sind die Scope-3-Treibhausgasemissionen vernachlässigbar.
Treibhausgasemissionen in Kilotonnen CO2-Äquivalenten, Scope 1 und 2
Treibhausgas-Intensität pro Umsatzerlöse
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Treibhausgasintensität pro € Umsatzerlös für das Geschäftsjahr 2024:
in t CO2eq/Mio. € |
|
2024 |
---|---|---|
THG-Gesamtemissionen (standortbezogen) je Nettoumsatz |
|
271 |
THG-Gesamtemissionen (marktbezogen) je Nettoumsatz |
|
263 |
Die Methoden zur Berechnung der Treibhausgasintensität sind wie folgt:
- Treibhausgas-Gesamtemissionen: Treibhausgasemissionen werden sowohl anhand standortbasierter als auch marktbasierter Methoden berechnet. Die Berechnungen leiten wir aus umfassenden Emissionsinventaren ab, die alle relevanten Quellen von Treibhausgasemissionen in unseren Betrieben berücksichtigen.
- Die Umsatzerlöse sind unserem Geschäftsbericht entnommen, sie lagen im Geschäftsjahr 2024 bei 21.156 Mio. €.
- Wir berechnen die Treibhausgasintensität, indem wir die Treibhausgas-Gesamtemissionen (in t CO2eq) durch die Umsatzerlöse (in Mio. €) dividieren. Diese Kennzahl ermöglicht die Bewertung der Treibhausgaseffizienz unserer Geschäftstätigkeit bezogen auf die Wirtschaftsleistung.
Bei der Berechnung unserer Scope-1-Emissionen unterscheiden wir gemäß Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) zwischen folgenden Quellen:
- Stationäre Verbrennung: Produktionseinheit, Anlage, Einrichtung lokaler Anlagen, beispielsweise durch den Einsatz von Öl oder Gas
- Mobile Verbrennung: Abgabe an eigenen Tankstellen
- Prozessbedingte Emissionen: physikalische oder chemische Prozesse während der internen Produktion oder durch andere industrielle Prozesse
- Diffuse Emissionen: Kühlmittel oder andere Gase, die absichtlich oder unabsichtlich freigesetzt werden
Die Datengrundlage für Emissionen aus der stationären Verbrennung sowie für Kraftstoffe, die an eigenen Tankstellen abgegeben werden, sind unsere Energierechnungen in Kombination mit den entsprechenden Emissionsfaktoren. Die Emissionsfaktoren entnehmen wir dem GHG Protocol. Für die Berechnung von prozessbedingten Emissionen nutzen wir interne Produktionsdaten in Kombination mit den entsprechenden Emissionsfaktoren, die wir aus dem sechsten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) beziehen. Diffuse Emissionen berücksichtigen wir, indem wir hauptsächlich Daten aus den Rechnungen für die Wartung unserer Anlagen verwenden und diese mit den entsprechenden Emissionsfaktoren kombinieren, die wir dem sechsten Sachstandsbericht des IPCC entnehmen.
Alle Berechnungen führen wir in unserem zentralen Reporting-Tool für EHS-Daten durch. Gemäß dem GHG Protocol unterscheiden wir bei der Berechnung unserer standortbasierten Scope-2-Emissionen zwischen den Quellen für gekauften oder erworbenen Strom, Dampf, Hitze und Kühlung. Dabei betrachten wir Dampf und Hitze zusammen.
Die Datengrundlage für alle vier Quellen bilden unsere Energieabrechnungen in Kombination mit den entsprechenden Emissionsfaktoren. Die Emissionsfaktoren für eingekauften Strom beziehen wir von der internationalen Energieagentur (IEA) und der US-amerikanischen Emissions & Generation Resource Integrated Database (eGRID). Die Emissionsfaktoren für Dampf, Hitze und Kühlung beziehen wir vom britischen Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (DEFRA). Die marktbasierten Scope-2-Emissionen berechnen wir ebenfalls gemäß dem GHG Protocol in allen vier Kategorien. Dabei folgen wir der Hierarchie des GHG Protocol in Bezug auf die Emissionsfaktoren: Wir nutzen von unseren Standorten gemeldete lieferantenspezifische Emissionsfaktoren, Restmixfaktoren (AIB für Europa, Green-e für USA) sowie standortbezogene Emissionsfaktoren. Alle Berechnungen führen wir in unserem zentralen Reporting-Tool für EHS-Daten durch.
Unsere Scope-3-Emissionen berichten wir entlang der 15 Kategorien des GHG Protocol:
Kategorie 1 umfasst alle vorgelagerten Emissionen aus der Gewinnung, Herstellung und dem Transport von Waren und Dienstleistungen, die im Berichtsjahr gekauft oder erworben wurden. Die Emissionen von Produkten werden mit einem ausgabenbasierten Ansatz berechnet, der auf einem Beschaffungsdatenmanagementsystem (das verschiedene ERP-Systeme integriert) und umweltbezogenen erweiterten Input-Output-Daten (EEIO) basiert (Quelle: US Environmentally-Extended Input-Output [USEEIO] Technical Content, United States Environmental Protection Agency). USEEIO stellt Emissionsfaktoren auf Ausgabenbasis für verschiedene Industriesektoren bereit und berücksichtigt dabei keine regionalen Unterschiede. Emissionen aus Dienst-leistungen werden mit einem ausgabenbasierten Ansatz auf der Grundlage desselben Beschaffungsdaten-managementsystems berechnet. Die Berechnungsmethode berücksichtigt die Emissionsdaten unserer Hauptlieferanten. Das Beschaffungssystem enthält 95–97 % unserer Gesamtausgaben, dies bedeutet, es gibt eine geringfügige Unterberichterstattung. Diese Lücke hängt mit unseren Tochtergesellschaften zusammen, die entweder kein eigenes Beschaffungssystem haben oder ein sehr spezifisches System (zum Beispiel ein kleines lokales ERP-System). Um die Genauigkeit weiter zu erhöhen, arbeiten wir an einem gewichtsbasierten Ansatz. Unser Ziel ist es, diese Emissionen anhand von lieferantenspezifischen Daten zu berechnen.
Kategorie 2 umfasst alle vorgelagerten Emissionen aus der Gewinnung, Herstellung und dem Transport von Investitionsgütern, die im Berichtsjahr gekauft oder erworben wurden. Wie bei Kategorie 1 werden die Emissionen mit einem ausgabenbasierten Ansatz berechnet, der auf einem Beschaffungsdatenmanagementsystem (das verschiedene ERP-Systeme integriert) und umweltbezogenen erweiterten Input-Output-Daten (EEIO) basiert (Quelle: US Environmentally-Extended Input-Output [USEEIO] Technical Content, United States Environmental Protection Agency). USEEIO liefert Emissionsfaktoren auf Ausgabenbasis für verschiedene Industriesektoren und berücksichtigt dabei keine regionalen Unterschiede. Das Beschaffungssystem enthält 95–97 % unserer Gesamtausgaben, dies bedeutet, es gibt eine geringfügige Unterberichterstattung. Diese Lücke hängt mit unseren kleineren Tochtergesellschaften zusammen, die entweder kein System haben oder ein sehr spezifisches System (zum Beispiel ein kleines lokales ERP-System). Unser Ziel ist es, diese Emissionen anhand von lieferantenspezifischen Daten zu berechnen.
Kategorie 3 umfasst Emissionen im Zusammenhang mit der Produktion von Brennstoffen und Energie, die im Berichtsjahr gekauft und verbraucht wurden und nicht in Kategorie 1 oder 2 enthalten sind. Die Daten zu gekauften und verbrauchten Brennstoffen (hauptsächlich Erdgas) und Strom, Dampf/Wärme und Kälte, die die Grundlage für die Berechnung der Emissionen der Kategorie 3 bilden, erfassen wir über unser zentrales EHS-Datenmanagementsystem. Um die vorgelagerten Emissionen der gekauften Brennstoffe zu ermitteln, multiplizieren wir die Brennstoffmengen mit den Emissionsfaktoren von der Quelle bis zum Tank (Quelle: DEFRA; WTT – Brennstoffe). Die vorgelagerten Emissionen sowie die Transport- und Verteilungsverluste von gekaufter oder erworbener Wärme beziehungsweise gekauftem Dampf und gekaufter Kälte berechnen wir durch Multiplikation der Verbrauchszahlen mit den jeweiligen Emissionsfaktoren (Quelle: DEFRA; WTT – Wärme und Dampf, WTT – Wärme und Dampf – Fernwärme und Dampf, beziehungsweise DEFRA; WTT – Wärme und Dampf, WTT – Verteilung von Fernwärme und Dampf, 5 % Verlust für Verluste). Zur Berechnung der Emissionen aus der Erzeugung sowie der Übertragung und Verteilung kleinerer Mengen gekaufter Kälte verwenden wir dieselben Emissionsfaktoren wie für Wärme/Dampf, da keine spezifischen Faktoren verfügbar sind. Vorgelagerte Emissionen aus dem Strombezug ermitteln wir durch Multiplikation der Verbrauchszahlen mit den jeweiligen Emissionsfaktoren (Quelle: DEFRA; WTT – Überseestrom [Erzeugung]). Dabei wird der aus erneuerbaren Quellen bezogene Strom abgezogen (direkte Lieferung von Strom aus erneuerbaren Quellen sowie Strom, der durch Energieattributzertifikate abgedeckt ist). Transport- und Verteilungsverluste von Strom ermitteln wir auf Grundlage der bezogenen Strommengen und der länderspezifischen Verlustfaktoren. Grundlage für länderspezifische Stromübertragungs- und -verteilungsverluste bieten die Daten der IEA. Dabei wird der aus erneuerbaren Quellen bezogene Strom (direkte Versorgung mit erneuerbarem Strom) abgezogen. Emissionen aus der Erzeugung von Strom, der an Endverbraucher verkauft wird, sind für uns nicht relevant, da wir keinen Strom verkaufen.
Kategorie 4 umfasst den Transport und die Verteilung von Produkten, die im Berichtsjahr erworben wurden. Dies bezieht sich auf Transport und Verteilung zwischen den Tier-1-Lieferanten unseres Unternehmens und unseren eigenen Betrieben, wobei die Fahrzeuge und Einrichtungen nicht im Besitz oder unter unserer Kontrolle stehen. Außerdem umfasst Kategorie 4 den Transport und die Verteilung von Dienstleistungen, die im Berichtsjahr erworben wurden. Dazu gehören sowohl die Eingangslogistik als auch die Ausgangslogistik, zum Beispiel von verkauften Produkten, sowie Transport und Verteilung zwischen unseren eigenen Einrichtungen in Fahrzeugen und Einrichtungen, die nicht in unserem Besitz oder unter unserer Kontrolle stehen. Zur Berechnung der Emissionen dieser Transportaktivitäten verwenden wir einen gemischten Ansatz. Primärdaten von Logistikdienstleistern werden von diesen bereitgestellt und in die Berichterstattung integriert. Wenn diese Daten nicht verfügbar sind, werden die Treibhausgasemissionen von einem Drittanbieter mithilfe eines energiebezogenen Bottom-up-Ansatzes berechnet. Für den Unternehmensbereich Life Science dienen die Versanddaten von Spediteuren als Hauptdatenquelle, während für den Unternehmensbereich Electronics die Lieferscheine aus den eigenen ERP-Systemen die Berechnungsgrundlage bilden. Für den Unternehmensbereich Healthcare gibt es mehrere Quellen: Speditionsdaten sowie Daten aus verschiedenen ERP-Systemen. Diese Daten werden in internen Systemen zusammen mit Primärdaten von Lieferanten/Logistikdienstleistern konsolidiert. Die entsprechenden Versanddaten werden an den Drittanbieter EcoTransIT gesendet und dort verarbeitet. Die Verarbeitungsschritte umfassen die auf Postleitzahlen und Hafencodes basierende Routenplanung vom Ursprungs- zum Zielort, die Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs, die Energie- und Emissionsberechnung sowie die Summierung aller Abschnittsemissionen pro Transportart. Für unseren Unternehmensbereich Life Science liegen keine Daten zu Straßentransporten für die Regionen Lateinamerika und Asien vor. Daher wird ein ausgabenbasierter Ansatz verwendet, um diese Emissionen zu schätzen. Falls noch keine Daten für das gesamte Jahr vorliegen, erfolgen entsprechende Hochrechnungen auf der Grundlage von Vorjahresdaten. Derzeit berücksichtigen wir aufgrund fehlender Daten keine Lieferungen von Tier-1-Lieferanten, die nicht direkt von uns bezahlt werden, aber an uns geliefert haben.
Kategorie 5 umfasst Emissionen aus der Entsorgung und Behandlung von Abfällen, die in Einrichtungen entstehen, die uns gehören oder von uns kontrolliert werden. Dies schließt auch Entsorgung von Feststoffabfällen und Abwasser durch Dritte ein. Die Berechnung der Emissionen aus Abfällen, die im Betrieb anfallen und von Dritten entsorgt werden, basiert auf Primärdaten unserer Produktionsstandorte, die jährlich über unser zentrales EHS-Datenmanagementsystem erfasst werden. Diese Daten unterteilen wir in verschiedene Abfallarten, zum Beispiel Lösungsmittelabfälle und Bodenabfälle, und unterscheiden zudem nach Abfallentsorgungsmethode, zum Beispiel nach Energiegewinnung aus Abfall, Deponierung oder Recycling. Für die Emissionsfaktoren, die auf dem Kohlenstoffgehalt des Abfalls basieren, nutzen wir den „Leitfaden für die Bilanzierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen in der Wertschöpfungskette der chemischen Industrie“. Dieser gibt vor, dass Recycling und Energierückgewinnung der Organisation zugerechnet werden, die das recycelte Material verwendet oder den Abfall zur Energieerzeugung nutzt. Das bedeutet, die Emissionen aus diesen Aktivitäten werden in unserem Treibhausgasinventar nicht berücksichtigt. Die Faktoren für den Kohlenstoffgehalt stammen hauptsächlich aus den „IPCC-Leitlinien für nationale Treibhausgasinventare von 2006“. Diese Daten werden dann miteinander multipliziert. Emissionen, die durch den Transport von Abfallstoffen entstehen, werden nicht berücksichtigt. Zur Berechnung der Treibhausgasemissionen aus der Abwasserbehandlung in kommunalen oder industriellen Kläranlagen Dritter verwenden wir Primärdaten aus unseren Produktionsstätten, die jährlich über unser zentrales EHS-Datenmanagementsystem erfasst werden. Die Abwassermengen werden mit dem DEFRA-Emissionsfaktor für die Wasseraufbereitung multipliziert.
Kategorie 6 umfasst Emissionen aus dem Transport von Mitarbeitenden für geschäftliche Aktivitäten in Fahrzeugen, die Dritten gehören oder von Dritten betrieben werden, wie Flugzeuge, Züge, Busse und Personenkraftwagen.
- Flugreisen: Auf der Grundlage unserer Flugbuchungs- und Abrechnungsprozesse liefert unser Dienstleister für Zahlungslösungen detaillierte Daten zu allen gebuchten Flügen. Die Treibhausgasemissionen werden von atmosfair berechnet, einer anerkannten Nichtregierungsorganisation, die sich mit Klimaschutz befasst und sich auf Reisen spezialisiert hat.
- Bahnreisen: Bahnreisen werden in einigen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Spanien als relevant angesehen. In außereuropäischen Ländern gelten sie als eher vernachlässigbar. Derzeit sind Daten für Bahnreisen nur für Deutschland verfügbar und werden von der Deutschen Bahn AG bereitgestellt.
- Mietwagen: Emissionsdaten werden von unseren globalen Mietwagenanbietern auf jährlicher Basis bereitgestellt. Daten zu anderen Transportmitteln wie Straßenbahnen, Taxis und Busse sind nicht verfügbar. Ihr Einfluss auf unsere Gesamtemissionen dürfte vernachlässigbar sein.
- Hotelübernachtungen: Die Emissionen aus Hotelübernachtungen berechnen wir auf der Grundlage der Anzahl der Hotelübernachtungen pro Land (Quelle: internes ERP-System) und der DEFRA-Emissionsfaktoren für Hotelübernachtungen.
Kategorie 7 umfasst Emissionen, die durch den Transport von Mitarbeitenden zwischen ihrem Wohnort und ihrem Arbeitsplatz entstehen. Wir führen jedes Jahr eine weltweite Umfrage zur Mitarbeitendenbindung durch. Die COVID-19-Pandemie hat die Arbeitsgewohnheiten hin zu einem flexibleren Ansatz des mobilen Arbeitens verändert. Angesichts dieser Tatsache und unseres Bestrebens nach mehr Transparenz und Genauigkeit bei den Treibhausgasemissionen haben wir die Pendlergewohnheiten ab 2023 in die Umfrage zur Mitarbeitendenbindung aufgenommen. So können wir unsere Berechnung auf eine solide Grundlage stellen und auf die globale Belegschaft hochrechnen. Dies kombinieren wir mit der Annahme von 220 Arbeitstagen, die aus dem „Guidance for Accounting & Reporting Corporate GHG Emissions in the Chemical Sector Value Chain“ abgeleitet wurden. Die Emissionsfaktoren für die verschiedenen Transportmittel stammen von DEFRA, Business travel-land und umfassen auch Elektrofahrzeuge und Homeoffice.
Kategorie 8 umfasst Emissionen aus dem Betrieb von Vermögenswerten, die geleast werden und die nicht bereits in den Berichten zu Scope 1 oder Scope 2 enthalten sind. Emissionen aus dieser Kategorie sind für unsere Berichterstattung zu Scope 3 nicht relevant, da geleaste Vermögenswerte, zum Beispiel gemietete Büros, Labore oder Lager, Teil unseres Treibhausgasinventars nach Scope 1 und 2 sind.
Kategorie 9 umfasst den Transport und die Verteilung von Produkten, die im Berichtsjahr von unseren Betrieben an Endverbraucher verkauft wurden, sofern nicht von uns bezahlt. Dies schließt auch Einzelhandel und Lagerung in Fahrzeugen und Einrichtungen ein, die nicht im Besitz oder unter der Kontrolle unseres Unternehmens stehen. Die Berechnung der Emissionen der Kategorie 9 erfolgt ähnlich wie bei der Kategorie 4. Die Emissionen werden von einem Drittanbieter mithilfe eines energiebezogenen Bottom-up-Ansatzes berechnet. Auf diese Weise können wir Emissionsdaten für unsere Unternehmensbereiche Healthcare und Electronics bereitstellen. Die nachgelagerten Daten der Kategorie 9 aus dem Unternehmensbereich Life Science sind vernachlässigbar. Um die Effektivität der Logistikprozesse zu gewährleisten, werden die Transporte von Life-Science-Produkten von uns organisiert und beauftragt und fallen daher unter die Kategorie 4.
Kategorie 10 umfasst Emissionen aus der Verarbeitung verkaufter Zwischenprodukte durch Dritte (zum Beispiel Hersteller) nach dem Verkauf durch unser Unternehmen. Wir stellen eine Vielzahl von Zwischenprodukten für verschiedene Zwecke her. Aufgrund der Bandbreite möglicher Anwendungen und unserer Kundenstruktur lassen sich die damit verbundenen Treibhausgasemissionen nicht auf praktische Weise nachverfolgen. Es ist schwierig, verlässliche Zahlen zu erhalten. Wir halten uns hier an die Empfehlung des „Leitfadens für die Bilanzierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen in der Wertschöpfungskette der chemischen Industrie“ des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD), in dem es heißt: „Chemieunternehmen sind nicht verpflichtet, Scope-3-Emissionen der Kategorie 10 zu melden, da aufgrund der vielfältigen Anwendungs- und Kundenstruktur zuverlässige Zahlen schwer zu ermitteln sind.“
Kategorie 11 umfasst Emissionen aus der Nutzung von Gütern und Dienstleistungen, die wir im Berichtsjahr verkauft haben. Interne Expertenbewertungen unseres umfangreichen und sehr vielfältigen Produktportfolios zeigen, dass für uns „Treibhausgase und Produkte, die Treibhausgase enthalten oder bilden, die bei der Nutzung freigesetzt werden“ der Haupttreiber von Treibhausgasemissionen in dieser Kategorie sind. „Produkte, die während der Nutzung direkt Energie (Strom) verbrauchen“, tragen in viel geringerem Maße zu den Gesamtemissionen bei. „Brennstoffe und Rohstoffe“ sowie indirekte Emissionen in der Nutzungsphase sind für uns nicht relevant. „Indirekte Emissionen in der Nutzungsphase“ sind optional und werden von uns nicht gemeldet. Im Produktportfolio unseres Unternehmensbereichs Electronics gibt es einige Spezialgase mit hohem Erderwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP), die während der Nutzungsphase emittiert werden. Die Emissionen berechnen wir auf der Grundlage des technischen Fachwissens interner Experten über den Prozentsatz der Gasmengen, die bei unseren Kunden aus den Prozessen entweichen, sowie über die Effizienz der Emissionsminderung, die Verkaufsmengen und die Treibhauspotenziale (Quelle: IPCC, 6. Sachstandsbericht). Darüber hinaus verbrauchen einige Produktsteuergeräte Strom. Die Emissionen dieser Geräte kalkulieren wir auf Basis der Laufzeit, der durchschnittlichen Lebensdauer und eines geschätzten globalen Emissionsfaktors. Andere Produktlinien sind vernachlässigbar oder tragen überhaupt nicht zu den Gesamtemissionen in dieser Kategorie bei. Unser Unternehmensbereich Life Science bietet die Produktlinien LabWater, Process Solutions sowie die Portfolios Biologie, Biomonitoring und Chemie an, die während der Nutzungsphase Strom verbrauchen. Die Emissionsberechnung basiert auf internen Expertenschätzungen zu dem Energieverbrauch der Produkte, den Verkaufszahlen und den jeweiligen Emissionsfaktoren pro Land (Quelle: IEA). Die Verkaufsdaten decken ca. 90–95 % des Umsatzes ab. Unser Unternehmensbereich Healthcare bietet einige batteriebetriebene Injektionsgeräte an, die unter Kategorie 11 fallen. Die Emissionen berechnen wir auf der Grundlage des Energieverbrauchs, der Verkaufszahlen und der jeweiligen Emissionsfaktoren pro Land (Quelle: IEA). Im Vergleich zu anderen Kategorien des Scope 3 ist die Überprüfung der Emissionen in dieser Kategorie mit mehr Unsicherheiten behaftet und soll einen ersten Hinweis auf die Auswirkungen dieser Emissionen des Scope 3 geben.
Kategorie 12 umfasst Emissionen aus der Abfallentsorgung und -behandlung von Produkten am Ende ihrer Lebensdauer, die im Berichtsjahr verkauft wurden. Emissionen aus der Entsorgung verkaufter Produkte und der entsprechenden Verpackungsmaterialien werden auf der Grundlage von Verkaufsdaten, Gewichtsdaten von Produkten und Verpackungsmaterial, durchschnittlichen gewichteten Emissionsfaktoren auf der Grundlage statistischer Daten über regionale Entsorgungsmethoden und DEFRA-Emissionsfaktoren (Quelle: DEFRA) berechnet.
Kategorie 13 umfasst Emissionen aus dem Betrieb von Vermögenswerten, die uns als Leasinggeber fungierend gehören und an andere Unternehmen vermietet werden. In Darmstadt sind wir Vermieter einiger Wohn- und Geschäftsgebäude. Die Emissionen berechnen wir auf der Grundlage von Gebäudestammdaten, zum Beispiel Energiebedarf aus Energieausweisen, und entsprechenden Emissionsfaktoren. Zur Aufteilung des Energiebedarfs in Heizung und Strom für Wohn- und Geschäftsgebäude verwenden wir Daten der IEA. Die Emissionen aus Heizenergie kalkulieren wir anhand der Brennstoffart und der DEFRA-Emissionsfaktoren. Die Emissionen aus dem Strombedarf berechnen wir anhand des vom BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.) bereitgestellten deutschen Netzemissionsfaktors.
Kategorie 14 umfasst Emissionen aus dem Betrieb von Franchiseunternehmen. Diese Kategorie ist für uns nicht relevant, da wir keine Franchiseunternehmen betreiben, das heißt, Unternehmen, die im Rahmen einer Lizenz Waren oder Dienstleistungen eines anderen Unternehmens an einem bestimmten Standort verkaufen oder vertreiben. Die Vergabe von Lizenzen im Pharmasektor wird nicht als Franchising betrachtet.
Kategorie 15 umfasst Emissionen aus dem Betrieb von Investitionen, einschließlich Eigenkapital- und Fremdkapitalinvestitionen sowie Projektfinanzierungen, im Berichtsjahr, die nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten sind. Die Emissionen berechnen wir auf der Grundlage des direkten Kapitalanteils, des jeweiligen Jahresumsatzes und der umweltbezogenen erweiterten Input-Output-Daten (Quelle: US Environmentally-Extended Input-Output [USEEIO] Technical Content, United States Environmental Protection Agency). USEEIO liefert Emissionsfaktoren auf Ausgabenbasis für verschiedene Industriesektoren und berücksichtigt keine regionalen Unterschiede.
Entnahme von Treibhausgasen aus der Atmosphäre und CO2-Zertifikate (E1-7)
Im Rahmen unserer eigenen Geschäftstätigkeit führen wir aktuell keine Aktivitäten zur Entnahme oder Verringerung von Treibhausgasen durch, die wir über CO2-Zertifikate finanzieren.
Unsere interne CO2-Bepreisung (E1-8)
Während die Treibhausgasemissionen generell in unseren F&E- und Produktentwicklungsprozessen berücksichtigt werden, gilt für größere Investitionsprojekte eine spezielle interne CO2-Bepreisung. Bei den entsprechenden Investitionsprojekten nutzen wir einen Schattenpreis von 100 € pro Tonne CO2, der weltweit angewendet wird. Dieser Preis orientiert sich an den Leitlinien des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) zur Überwachung des CO2-Preises und wurde auch durch eine Peer-Review-Analyse ermittelt. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass Kriterien für Treibhausgasemissionen in einer frühen Phase der Projektkonzeption einbezogen werden. Die Vorgehensweise kommt für Investitionsprojekte mit einem Volumen von mehr als 10 Mio. € zur Anwendung und für solche Projekte mit einem Volumen von mehr als 2 Mio. €, die eine hohe Nachhaltigkeitswirkung haben.
Da diese CO2-Bepreisung auf die Vermeidung oder Verringerung von Treibhausgasemissionen in der Zukunft ausgerichtet ist, ist sie nicht auf die tatsächlichen Emissionen im laufenden Jahr anwendbar. Aus demselben Grund wirken sich die Überlegungen zum CO2-Preis nicht auf den Wert der bestehenden Vermögenswerte im Konzernabschluss aus.