(16) Operativer Cashflow
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Operativer Cashflow
Die Ermittlung und Darstellung des operativen Cashflows erfolgt nach den folgenden Grundsätzen:
- Die Darstellung des operativen Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode ausgehend vom Ergebnis nach Steuern.
- Das Wahlrecht zur Erfassung von vereinnahmten Zinsen sowie geleisteten Zinszahlungen wird dahingehend ausgeübt, dass eine Erfassung im operativen Cashflow erfolgt.
- Steuerzahlungen werden grundsätzlich innerhalb des operativen Cashflows ausgewiesen. Lediglich bei signifikanten Transaktionen, bei denen die dazugehörigen Steuerzahlungen praktisch ermittelbar sind, erfolgt ein Ausweis im jeweiligen Bestandteil der Konzernkapitalflussrechnung.
Die geleisteten Steuerzahlungen im Geschäftsjahr 2024 betrugen insgesamt 1.171 Mio. € (Vorjahr: 1.053 Mio. €). Erhaltene Steuererstattungen fielen in Höhe von 214 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €) an. Ihr Anstieg resultierte im Wesentlichen daraus, dass die geleisteten Steuervorauszahlungen für Vorjahre die festgesetzten Steuern überstiegen.
Die Zinsauszahlungen beliefen sich auf 240 Mio. € (Vorjahr: 224 Mio. €). Die vereinnahmten Zinsen betrugen 124 Mio. € (Vorjahr: 77 Mio. €).
Die Veränderung der Rückstellungen beinhalteten im Geschäftsjahr 2024 einen mittleren zweistelligen Millionen-Eurobetrag aus der Bildung von Rückstellungen für Nachlaufkosten im Zusammenhang mit der Beendigung des Xevinapant-Programms (siehe Anmerkung (7) „Kollaborations- und Lizenzvereinbarungen“). Im Vorjahr beinhalteten sie einen hohen zweistelligen Millionen-Eurobetrag aus der Bildung von Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen und Nachlaufkosten im Zusammenhang mit den Studienergebnissen der beiden Phase-III-Studien zu Evobrutinib. Darüber hinaus beinhalteten sie einen hohen zweistelligen Millionen-Eurobetrag aus der Inanspruchnahme von Restrukturierungsrückstellungen zur geschäftsnäheren Ausrichtung der Konzernfunktionen, die im Vorjahr gebildet wurden.
Die Position Neutralisierung Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen umfasste im Vorjahr die ergebniswirksamen Effekte aus der Veräußerung einer nicht strategischen Marke des Unternehmensbereichs Healthcare sowie eines Portfolios an Lizenzen und Patenten des Unternehmensbereichs Electronics. Die dazugehörigen Zahlungsmittelzuflüsse waren im Vorjahr Teil des Cashflows aus Investitionstätigkeiten.
Die Veränderungen der sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge beinhalteten im Vorjahr die Neutralisierung der ergebniswirksamen Bewertungsanpassungen von bedingten Gegenleistungen. Die dazugehörigen Zahlungsmittelzuflüsse waren ebenfalls Teil des Cashflows aus Investitionstätigkeiten.