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Prognosebericht

Der folgende Bericht gibt eine Prognose für die Entwicklung der Umsatzerlöse und des EBITDA pre des Merck-Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche Life Science, Healthcare und Electronics, sowie eine Prognose des operativen Cash Flows auf Konzernebene für 2024.

in Mio. €

 

Umsatzerlöse

 

EBITDA pre1

 

Operativer Cash Flow

Merck-Konzern

 

  • Leichtes bis moderates organisches Wachstum
  • Negativer Wechselkurseffekt 0 % bis -3 %

 

  • Leichtes bis moderates organisches Wachstum
  • Negativer Wechselkurseffekt -1 % bis -4 %

 

  • Moderates bis starkes Wachtum

Life Science

 

  • Leichter organischer Rückgang bis leichtes organisches Wachstum
  • In etwa stabiler bis leicht negativer Wechselkurseffekt

 

  • Moderater organischer Rückgang bis leichtes organisches Wachstum
  • In etwa stabiler bis leicht negativer Wechselkurseffekt

 

 

Healthcare

 

  • Moderates bis solides organisches Wachstum
  • In etwa stabiler bis moderat negativer Wechselkurseffekt

 

  • Organisches Wachstum im niedrigen Zehner-Prozentbereich
  • Leicht bis signifikant negativer Wechselkurseffekt

 

 

Electronics

 

  • In etwa stabile organische Entwicklung bis moderates organisches Wachstum
  • In etwa stabiler bis leicht negativer Wechselkurseffekt

 

  • Moderater organischer Rückgang bis moderates organisches Wachstum
  • In etwa stabiler bis moderat negativer Wechselkurseffekt

 

 

Konzernkosten und Sonstiges

 

 

  • Kostenanstieg aufgrund niedrigerer Erträge aus Fremdwährungssicherungsgeschäften

 

 

1

Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert; das EBITDA entspricht dem Operativen Ergebnis (EBIT) bereinigt um Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen.

Grundlegende Annahmen

Vor dem Hintergrund der fortbestehend hohen Dynamik der makroökonomischen, geopolitischen und industriespezifischen Gegebenheiten unterliegt die Prognose auch im Geschäftsjahr 2024 einer höheren Unsicherheit und Volatilität als dies normalerweise der Fall ist. Hinsichtlich der Inflationserwartungen gehen wir von einer langsamen Normalisierung aus.

Auch bei der Wechselkursentwicklung erwarten wir ein anhaltend volatiles Umfeld. Für 2024 gehen wir von einer unvorteilhaften Wechselkursentwicklung aus, allerdings in einer weniger starken Ausprägung als noch im Geschäftsjahr 2023. Die negativen Wechselkurseffekte werden erwartungsgemäß wesentlich auf die Entwicklung des US-Dollars sowie einzelner asiatischer Währungen zurückzuführen sein. Für den durchschnittlichen €/US-Dollar-Kurs gehen wir von einer Bandbreite zwischen 1,07 und 1,11 für das Gesamtjahr 2024 aus.

Umsatzerlöse

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine Rückkehr zu organischem Umsatzwachstum, welches voraussichtlich leicht bis moderat ausfallen wird. Stärkster Wachstumstreiber wird erwartungsgemäß der Unternehmensbereich Healthcare sein, wobei insbesondere Mavenclad® sowie Produkte aus dem Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen & Endokrinologie zum Wachstum beitragen werden. Für Life Science nehmen wir an, dass Umsätze in der ersten Jahreshälfte noch unter dem Einfluss des Abbaus der erhöhten Lagerbestände auf Kundenseite stehen werden und sich somit die erwartete Erholung insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2024 einstellen dürfte. Aus der Nachfrage nach Produkten im Zusammenhang mit Covid-19 erwarten wir im Jahr 2024 keine materiellen Beiträge mehr. Im Unternehmensbereich Electronics gehen wir davon aus, dass sich der Wendepunkt im Markt für Halbleitermaterialen zum Anfang des 2. Halbjahrs einstellen wird und erwartungsgemäß zu organischem Wachstum beim Umsatz mit Produkten aus dem Bereich der Halbleitermaterialien führen wird. Gegenläufig wirken das erwartet rückläufige Geschäft in Display Solutions, sowie das Projektgeschäft in der Geschäftseinheit Semiconductor Solutions, das aufgrund der Abhängigkeit von einzelnen Großaufträgen erwartungsgemäß stärkeren Schwankungen unterliegt. Insgesamt erwarten wir für den Merck-Konzern Wechselkurseffekte von 0 % bis -3 %.

EBITDA pre1

Für unser EBITDA pre erwarten wir ebenfalls einen leichten bis moderaten organischen Anstieg, der voraussichtlich im Wesentlichen vom Unternehmensbereich Healthcare getrieben sein wird. Neben dem erwarteten Umsatzwachstum wirken sich sowohl die Beendigung der Allianzvereinbarung mit Pfizer Inc., USA, zum 30. Juni 2023 und der damit verbundene Rückerhalt der exklusiven weltweiten Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Bavencio®, als auch niedrigere Kosten, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung, aufgrund der Verfehlung des primären Endpunkts im Rahmen der am 6. Dezember 2023 bekanntgegebenen Ergebnisse des klinischen Studienprogramms zu Evobrutinib positiv auf das EBITDA pre aus. Das Ergebnis im Unternehmensbereich Life Science wird voraussichtlich durch negative Mixeffekte belastet sein, welche wir mit entsprechenden Kosteneinsparungen soweit wie möglich abmildern werden. Die erwartete Entwicklung im Unternehmensbereich Electronics geht von einem vorteilhaften Mixeffekt bei den Umsätzen sowie erwarteten positiven Effekten aus aktivem Kostenmanagement aus, wobei gegenläufig der Effekt aus der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Veräußerung eines Portfolios an Lizenzen und Patenten wirkt. Der Kostenanstieg im Unternehmensbereich Konzernkosten und Sonstiges wird im Wesentlichen auf niedrigere Erträge aus Fremdwährungssicherungsgeschäften zurückzuführen sein. Die prognostizierte Wechselkursentwicklung wird das EBITDA pre des Konzerns voraussichtlich mit -1 % bis -4 % belasten.

Operativer Cash Flow

Die Prognose des Operativen Cash Flow unterliegt grundsätzlich einer höheren Schwankungsbreite als die Prognose des EBITDA pre. Eine Einschätzung zur Entwicklung des Operativen Cash Flow geben wir nur für den Gesamtkonzern.

Die Entwicklung des Operativen Cash Flow folgt zum einen der erwarteten positiven operativen Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus erwarten wir positive Effekte aus einem stringenten Management des Nettoumlaufvermögens. Gegenläufig wirken erwartete negative Wechselkurseffekte. Für den Merck-Konzern prognostizieren wir entsprechend einen moderaten bis starken Anstieg des Operativen Cash Flow. Hinsichtlich der Zusammensetzung des Operativen Cash Flow verweisen wir auf das Kapitel „Steuerungssystem“ im zusammengefassten Lagebericht sowie die „Konzernkapitalflussrechnung“ im Konzernabschluss.

1 Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert; das EBITDA entspricht dem Operativen Ergebnis (EBIT) bereinigt um Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen.

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